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Warum weXelerate tausende Startups aus dem In- und Ausland anzieht

Autor Marcel Henrich am 1.6.2017

In Digitale Transformation

wexelerate

Die Bedingungen, die Startups in Wien vorfinden, könnten nicht besser sein. Davon ist Hassen Kirmaci überzeugt und gründet kurzerhand das größte Startups-Zentrum Europas. Warum sich Gründer aus dem In- und Ausland bei weXelerate bewerben sollten und T-Mobile von der Stunde Null an mit dabei ist, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

Vor etwa einem Jahr rieten Pioneers und Roland Berger, gemeinsam als Autoren einer Startup-Studie, der Stadt Wien, die Attraktivität für Gründer aus dem In- und Ausland dringend zu erhöhen. Denn den Anschluss an die europäische Spitze der Startup-Hubs hätte man bereits verloren. Diesen wird die Donaumetropole mit weXelerate wohl schon bald wieder gefunden haben. Denn im Design Tower der Uniqa Versicherung ist gerade das größte Startup-Zentrum Zentral- und Osteuropas im Entstehen. Auf 8.000 Quadratmetern werden dort Corporates, Investoren und Startups aus dem In- und Ausland kreativen Ideen zum Marktdurchbruch verhelfen.

Strukturierte Coop mit Startups

WeXelerate Hassen KirmaciDie Idee zu diesem Startup-Hub inmitten Wiens hatte Hassen Kirmaci. Als  Regional Vice President bei Gartner war er beruflich sehr viel unterwegs. „Ich konnte erleben, wie weltweit Ökosysteme im Bereich Innovation aufgestellt sind“, erläutert er. In vielen davon würden Corporates sehr strukturiert und koordiniert mit Startups zusammenarbeiten. „Ich bin überzeugt davon, dass diese Entwicklung auch nach Österreich kommt, und das war der Auslöser für meinen Entschluss, weXelerate zu gründen.“

Mit Markus Wagner (i5invest), Eveline Steinberger-Kern (Blue Minds Group) und Dominik Greiner (Camouflage Ventures) hat Kirmaci weitere Mitstreiter gefunden, mit denen er sein Konzept noch einmal diskutierte. Das Quartett analysierte 12 Monate lang die Startup-Ökosysteme der Schweiz, von Israel, Deutschland und San Francisco. „Dann sind wir auf die ersten Unternehmen zugegangen und haben sie gefragt, ob es für unser Konzept einen Bedarf am Markt gibt“, schildert der weXelerate-Geschäftsführer. Den gab’s. Und bereits im August 2016 letzten Jahres begannen Gespräche mit Investoren und Startups.  Anfang des Jahres ging man an die Öffentlichkeit. Kirmaci: „T-Mobile Austria war eigentlich fast von der Stunde Null mit dabei und hat uns wertvolles Feedback gegeben.“

Bewerbungen aus dem In- und Ausland

Bis Mitte Juli haben nun Startups Zeit, sich für das Programm zu bewerben. Kirmaci erläutert, wie dieses konkret aussieht: „Die 100 Startups, die in den Accelerator von weXelerate aufgenommen werden, werden den zu ihrem Konzept passenden Unternehmenspartnern vorgestellt.“ Gemeinsam mit dem Kunden erstelle man dann ein Proof of Concept. „Das Vernetzen mit dem richtigen Partner und Support beim Go-To-Market - das alles kann ein Startup von weXelerate erwarten. Genau darauf wollen wir unseren Fokus legen“, betont der weXelerate-CEO.

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Im Schnitt wird weXelerate die Startups, die sich erfolgreich beworben haben, vier bis fünf Monate lang begleiten. Kirmaci glaubt, damit sehr viele Startups ansprechen zu können. „Wenn alle Stakeholder im Markt, wie beispielsweise das WeAreDevelopers, die WhataVenture oder die Hyve hier ihre Stärken ausspielen, dann könnten wir zusammen mit dem bestehenden Eco-System bis tausende Bewerbungen generieren. Das klingt viel - aber ich halte das für möglich.“

3 Gründe, die für Wien und weXelerate sprechen

Kirmaci ist überzeugt davon, dass Wien und Österreich Startups viel bessere Voraussetzungen bieten würden, als andere Länder und Regionen. Die drei wichtigsten davon sind:

WeXelerate Office Building1) Der Markt

Startups brauchen einen Markt und den kann Österreich bieten. Österreich ist wirtschaftlich selbst sehr erfolgreich. Es gibt viele „Hidden Champions“ - also Unternehmen, die in ihrer Nische Weltmarktführer oder zumindest unter den Top-Anbietern sind. Österreich fungiert für viele Unternehmen als Tor zum Osten. Gleichzeitig wird das Land, und insbesondere Wien, aus der Perspektive der Osteuropäer als Tor zum Westen gesehen. Österreich ist ein deutschsprachiges Land. 100 Millionen Europäer sprechen diese Sprache und sind innerhalb der EU die größte Gruppe. Der D-A-CH-Raum hat zudem eine enorm hohe Wirtschaftskraft.

2) Die Menschen

Es gibt in Österreich sehr viele Hochschulen und Studierende. Viele Menschen wollen hier ihre Karriere beginnen. Die Brücke zwischen Ost- und West spielt auch im Personalbereich eine wichtige Rolle.

3) Die Förderungen

Österreich verfügt über eine sehr starke und gut funktionierende Förderlandschaft. So gute Konditionen wie in Österreich finden Startups in kaum einem anderen europäischen Land vor. Besonders die Early-Stage-Förderungen sind hierzulande sehr gut. Kaum ein anderer Staat fördert Startups in der Frühphase so umfassend, wie das in Wien und Österreich der Fall ist. Das ist ein echter USP des Landes.

„Auch was die oft kritisierten, schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Gründer betrifft, hat es sich in den letzten Jahren sehr viel zum Besseren gewandelt“, ergänzt der weXelerate-Gründer. Besser könne man jedoch immer werden. „Es gibt natürlich Länder, in dem man in acht Stunden ein Unternehmen gründen kann. Allerdings ist die Gesamtsituation für Startups in Österreich schon sehr, sehr gut“, so Kirmaci.

Jeder hat seine Stärken

Warum  Initiativen wie weXelerate eigentlich notwendig sind, erläutert der Gründer so: „Corporates, Investoren und Startups haben verschiedene Bereiche, in denen sie wirklich gut sind.“ Startups wären sehr kreativ und imstande, Bedürfnisse, auch latente, zu entdecken. Darüberhinaus hätten sie sehr viele Ideen und würden „out of the box“ denken und agieren. „Allerdings haben Kreativität und Erfindungen nichts mit Business zu tun. Es muss sich ja erst herausstellen, ob es für eine Idee oder ein Konzept auch ein Business-Model gibt“, betont Kirmaci. Corporates wiederum wären gut darin, Innovationen in den Markt zu führen. Sie wären imstande, aus Innovationen ein marktfähiges Produkt zu machen.

Kirmaci betont: „Ziel von weXelerate ist es auch, möglichst viele Entrepreneurs nach Österreich zu locken. Denn sie sind für die Dynamik des Prozesses äußerst wichtig: sie machen aus einer Idee ein marktfähiges Produkt, steigen aus dem Unternehmen aus und investieren die gewonnenen Mittel wieder in ein neues Projekt.“

Die Corporates schließlich würden sich aufs Skalieren sehr gut verstehen. Startups und Corporates würden dabei unterschiedlich ticken. Denn die Kreativität und das Out-of-the-Box-Denken der Startups stelle genau das Gegenteil von fokussiertem und strukturiertem Handeln der Corporates dar. „Wenn beide Teile zusammenarbeiten, können sie sich auf ihre jeweilige Stärke konzentrieren“, so Kirmaci.

T-Mobile will durch Partnerschaft Vorreiter bleiben

T-Mobile Olivia SchauerhuberDie Sicht eines großen Players, der als Partner der ersten Stunde von weXelerate wirkt, beschreibt Olivia Schauerhuber, Senior Vice President Strategy & Portfolio Management bei T-Mobile: „T-Mobile sieht sich als innovatives Unternehmen und als Motor der Digitalisierung in Österreich. Um hier weiterhin eine Vorreiterrolle in Österreich einzunehmen, wollen wir - neben internen Innovationen aus Fachbereichen und dem Ökosystem der Deutschen Telekom – vermehrt mit Partnern zusammenarbeiten und externe Innovationen internalisieren.“ Durch weXelerate hätte man die einmalige Chance, als Partner integrativer Teil eines spannenden Ökosystems zu werden, das die Verbindung zwischen Startups, Investoren und Corporates herstellt. Hinzu komme, dass es sich dabei um das größte seiner Art in Central Eastern Europe  handle.

T-Mobile hat Startups viel zu bieten

T-Mobile Austria könne Startups jedenfalls eine ganze Reihe von wichtigen Assets anbieten. „Neben unserer Netzinfrastruktur, der Konnektivität und der starken Brand, verfügen wir vor allem über eine Basis von 4,5 Millionen Kunden in Österreich. Hier können wir Startups die Möglichkeit bieten, ihre Produkte effizient an relevante Kunden zu bringen und schnell zu skalieren“, betont Schauerhuber. Dazu komme noch ein starkes Vertriebs- und Partnernetzwerk, Business Expertise in Bereichen angefangen von Marketing bis hin zu Technology, und die Möglichkeit, durch die enge Zusammenarbeit mit dem Mutterunternehmen Deutsche Telekom auch rasch andere Märkte zu erschließen.

Lösungen in Telco-nahen Bereichen gesucht

T-Mobile Austria verspricht sich von der Partnerschaft mit weXelerate jedenfalls eine ganze Menge: „Generell erwarten wir uns mit Hilfe von Startups und deren Denke und Herangehensweise disruptive Ideen und Lösungen in den Bereichen IoT, Big Data, Data Security, Artificial Intelligence (AI), Smartization oder Entertainment zu generieren.“ In diesen Telco-nahen Bereichen sieht T-Mobile Austria langfristig die Chance, das eigene Kerngeschäft zu erweitern und neue Revenue Pools zu erschließen. Schauerhuber: „Neben diesen Fokusfeldern bleiben wir aber auch für andere Ideen offen. Spannend wären beispielsweise auch Lösungen, die uns unterstützen, unsere internen Prozesse zu beschleunigen und die Time2Market zu verkürzen.“

Fazit: Warum weXelerate tausende Startups aus dem In- und Ausland anzieht

Viele sind davon überzeugt, dass Wien global nicht in der ersten Liga der Startup-Hubs mitspielt. Kein Wunder: Österreich gilt insgesamt nicht als sehr gründerfreundlich. Doch in letzter Zeit scheint dies immer mehr zu einem ungerechtfertigten Vorurteil zu werden. Auch, weil die Donaumetropole versucht, ihre eigene Handschrift in Sachen Initiativen und Förderungen zu entwickeln. Projekte wie Industry meets Makers, das heuer schon zum zweiten Mal über die Bühne geht, gibt es beispielsweise nur in Wien. Auch das neue Startup-Hub weXelerate wird etwas auf der Welt Einzigartiges werden. Schon allein deshalb, weil es die uniquen Stärken von Wien nützt. Wien als USP sozusagen.

 

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