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Was ist die digitale Transformation und welche Auswirkungen hat sie?

Autor Marcel Henrich am 2.2.2017

In Consulting, Digitale Transformation

digitale transformation

Hagleitner, ein Hersteller von Hygieneprodukten, hat eines Tages begonnen seinen ausgelieferten Seifenspendern Sensoren mit auf den Weg zu geben. So konnten Informationen über die Füllmenge der Spender gesammelt werden und ein neues Businessmodell konnte entwickelt werden. 

In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit der Frage was die digitale Transformation ist und welche Auswirkungen sie auf Unternehmen haben kann.

Vom Produkthersteller zum Provider für Gesundheit

Mit dem Einsatz von Sensoren war Hagleitner nicht bewusst, dass das Unternehmen damit die Tür zur digitalen Transformation im produzierenden Gewerbe weit aufgestoßen hat. Mit den Sensoren konnten die bestehenden Geschäftsprozesse zunächst optimiert werden. Doch damit gab sich Hagleitner nicht zufrieden. 

Durch die Vielzahl  mit Hilfe von Big Data-Tools ausgewerteten Daten, die weit über die Füllstände hinausgingen, war es möglich völlig neue Geschäftsmodelle zu entwerfen. So hat Hagleitner zum Beispiel  smarte Hygienesysteme für Spitäler entwickelt. Aus dem reinen Produkthersteller wurde auf diese Weise ein Provider für den Gesundheitsbereich.

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Das bedeutet digitale Transformation

Das Beispiel Hagleitner zeigt sehr anschaulich den Kern: Digitale Transformation ist die Veränderung von Geschäftsmodellen und Prozessen mit Hilfe der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechniken, wie es Deloitte in der Studie „Digitalisierung im Mittelstand“ auf den Punkt bringt.

Die digitale Transformation umfasst eine Vielzahl von Technologien und Lösungen. Im Fall des genannten Unternehmens ist es vor allem die Verknüpfung von Big Data und M2M (Machine to Machine). Bei anderen Unternehmen kann es bedeuten, sich zusätzlich mit Technologien wie Cloud Computing, Social Media oder Mobility intensiv auseinandersetzen zu müssen. Gerade Social Media-Kanäle bieten Unternehmen im Rahmen einer Digitalisierung diverse Vorteile, wie Roland Berger in seinen zehn Thesen zu Social Media veranschaulicht.

Das kann passieren, wenn man die Digitalisierung verschläft

Es liegt auf der Hand, dass der Umgang mit der digitalen Revolution bestimmte Fähigkeiten erfordert. Der Erwerb dieses Know-hows gilt für zwei Drittel von KPMG befragten Unternehmen als größte Hürde für die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten.

Da wundert es nicht, dass nur wenige Unternehmen das Potenzial erkannt haben. Laut der KPMG-Studie verfügen lediglich 36 Prozent der Unternehmen über eine digitale Unternehmensstrategie für einen oder mehrere Geschäftsbereiche. Für ihre gesamte Organisation setzen gerade einmal acht Prozent auf eine derartige Planung.

Was Unternehmen blühen kann, die sich nicht mit der Digitalen Transformation auseinandersetzen, beschreibt ein FAZ-Artikel am Beispiel Kodak sehr anschaulich. Das Unternehmen konnte seine Führungsposition in der analogen Fotowelt nicht in die digitale Ära überführen.

Killerargumente für die Digitale Transformation

Auf der anderen Seite genießen Unternehmen, die sich proaktiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen, deutliche Vorteile:

  • Laut der eingangs genannten Deloitte-Studie sind 88 Prozent der befragten Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit entsprechenden Projekten haben, überzeugt, dass ein nachhaltiger Unternehmenserfolg untrennbar mit einer Digitalen Transformation verbunden ist.
  • Gerade KMU, also Unternehmen mit beschränkten Ressourcen, kann Digitalisierung helfen, diese effektiver und effizienter zu nutzen und Wettbewerbsvorteile durch Schnelligkeit und Flexibilität zu realisieren.
  • Durch Digitalisierung kann auch die IT-Abteilung ihre Position im Unternehmen von der Unterstützungsfunktion zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor eines Unternehmens transformieren.
  • Digitalisierung ist ein enormer Trend. Laut CISCO soll es bis 2020 50 Milliarden vernetzte Geräte geben. Auch wenn diese Prognose von Experten bezweifelt wird, ist der Trend zur Digitalisierung enorm.   

KPMG-Partner Alexander Lippner fasst die Vorteile treffend zusammen: „Organisationen, die sich mit neuen Technologien befassen und diese auch in ihre Unternehmensstrategie einbinden, gelingt es, sich von der Konkurrenz abzuheben und langfristig mit der Digitalisierung Schritt zu halten.“

Die Grundregeln jeder Transformation

Die gute Nachricht: Wer digitalisieren will, agiert nicht im luftleeren Raum. Die Industrie bietet genügend Best Practices, die die Erfahrungen der Digitalisierungspioniere in ein paar Prinzipien gießt, die für alle Unternehmen und Branchen Gültigkeit haben. Digitale Transformation muss jedenfalls Teil einer einheitlichen Unternehmensstrategie und der Unternehmenskultur sein.

  • Digitalisierung liegt nicht in der alleinigen Verantwortung des CIO, sondern betrifft alle Fachbereiche und nicht zuletzt die Geschäftsführung. Der IT-Leiter sollte so nah wie möglich am Business sein und sich idealerweise zum CDO, also zum Chief Digital Officer, entwickeln.
  • Für Digitale Transformation wie auch für alle anderen Maßnahmen gilt: Im Zentrum steht der Kunde.
  • Eingesetzte Technologien wie Big Data oder Social Media sind im Idealfall miteinander verzahnt, um die Potenziale auch wirklich ausschöpfen zu können. Insellösungen sind bei einer Digitalen Transformation fehl am Platz.
  • Die Digitale Transformation ist kein Projekt mit Ablaufdatum sondern ein laufender Prozess, der so flexibel ist, dass er ständig an die sich verändernden Marktbedingungen angepasst werden kann.

An Digitaler Transformation führt kein Weg vorbei

Hagleitner macht’s vor: Das Beispiel veranschaulicht, welche bis vor kurzem noch ungeahnten Möglichkeiten der zielgerichtete – und nach tatsächlichen Bedürfnissen ausgerichtete – Einsatz von digitalen Technologien bietet.

Um nachhaltiges Wachstum sicherstellen zu können, wird es sich kaum ein Unternehmen leisten können, auf digitale Strategien zu verzichten. Unternehmen, die das Potenzial erkennen, werden sehr schnell verstehen, dass die Digitale Transformation viel mehr ist als nur ein Marketing-Hype.

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