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NB-IoT ist ein neuer Standard fürs Mobilfunknetz, der sich für eine ganze Reihe von Smart-City-Anwendungen besonders gut eignet. T-Mobile Austria realisierte gemeinsam mit Huawei einen Ende zu Ende NB-IoT Showcase, der zeigt, wie sich ein Smart-Parking-System mit NB-IoT umsetzen lässt. Wie dieser Showcase konkret aussieht und warum sich NB-IoT für Smart-City-Anwendungen wie Smart Parking besonders gut eignet, lesen Sie in diesem Beitrag. 

Die fünf Parkplätze direkt vor dem T-Mobile Shop im T-Center am Wiener Rennweg sind seit Februar 2017 „smart“. T-Mobile zeigt dort, wie sich der neue Mobilfunkstandard NarrowBand IoT (NB-IoT) in der Praxis bewährt. Teile des Netzes in und rund um das T-Center arbeiten schon länger mit der neuen Netzwerktechnologie. Um das Smart Parking umzusetzen wurden vor dem T-Center Sensoren vergraben.

Kooperation mit Huawei

Eine App zeigt, ob und welche dieser fünf Parkplätze belegt oder frei sind. Die Applikation und die Sensoren stammen dabei von Huawei. Gemeinsam mit diesem Technologiepartner hat T-Mobile Austria im Herbst übrigens einen neuen Speed-Rekord im LTE-Netz aufgestellt. Dabei erzielte man eine Downloadgeschwindigkeit von 2 Gigabit pro Sekunde.

Spezielle Anforderungen ans Netz

Beim Smart-Parking-Showcase spielt das schnelle Übertragen von einer großen Menge an Daten hingegen überhaupt keine Rolle. Das Netz, über das die Sensoren melden, ob der Parkplatz frei oder belegt ist, muss vielmehr anderen Anforderungen genügen:

  • es muss eine hohe Verfügbarkeit aufweisen
  • es sollte Signale über sehr große Entfernungen transportieren können, denn Parkplätze gibt es bekanntlich an den exponiertesten Stellen.
  • Das Signal sollte auch Gebäude gut durchdringen können.
  • Die Kosten für die Hardware sollten ebenso sehr niedrig sein. Da es viele Sensoren zu vernetzen gilt, sollte dies auch in betriebswirtschaftlich sinnvollem Rahmen möglich sein.
  • Der Energiebedarf sollte so gering wie möglich sein. Denn wenn Sensoren ständig neue Akkuladungen, oder gar einen Stromanschluss benötigen, würde die mobile Vernetzung kaum Vorteile bringen.
  • Die Übertragungstechnologie sollte sicher sein. Denn ein gehacktes Smart-Parking-System verursacht genau das, was man damit in den Griff bekommen will: Ein Verkehrschaos.

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Die Netzwerktechnologie NB-IoT erfüllt all diese Ansprüche meisterhaft. Der neue Standard eignet sich eben für M2M und das Internet der Dinge besonders gut. Denn:

  • Die Kosten für ein Modem sind sehr gering und liegen bei rund fünf Euro. Da nur wenige Daten übertragen werden und keine ständige Verbindung notwendig ist, ist NB-IoT eine sehr günstige Alternative zum klassischen Mobilfunk.
  • Das Sende- und Empfangspegelbudget ist um 20 Dezibel höher als bei GSM. Dadurch wird eine exzellente Gebäudedurchdringung und Versorgung erreicht.
  • Der Energieverbrauch von NB-IoT ist extrem gering. Ein Sensor kommt mit zwei handelsüblichen AA-Batterien etwa 10 Jahre aus. Wenn Sensoren in Bauwerke eingelassen oder vergraben werden, ist eine so lange Lebenszeit auch sehr praktisch.
  • Da es sich bei NB-IoT um eine standardisierte Technologie handelt, erfüllt sie sehr hohe Sicherheitsanforderungen. NB-IoT unterstützt die modernen 3GPP-Sicherheitsstandards, die mittels einer am Gerät angebrachten physischen SIM (UICC) Authentifizierung, Signalschutz und Datenverschlüsselung auf höchstem Niveau sicherstellen.
  • Im Vergleich zu Technologien im unlizenzierten Spektrum kann NB-IoT durch die Nutzung eines lizenzierten Spektrums die Problematik von Interferenzen deutlich reduzieren.
  • Narrowband IoT erreicht eine sehr hohe Reichweite von mehr als zehn Kilometern.

Neue Technologie soll ernstes Problem lösen

Beim Smart-Parking-Test vor dem T-Center geht es darum, praktische Erfahrungen mit der neuen Übertragungstechnologie zu sammeln. Und: T-Mobile Austria möchte mithilfe dieses Showcases zeigen, was sich mit NB-IoT alles machen lässt. Dafür eignet sich Smart Parking natürlich perfekt. Denn etwa ein Drittel der Autofahrer, die durch die Stadt kurven, tun dies bloß, um einen freien Parkplatz zu suchen. Wenn ein smartes Parkplatzmanagement-System zeigt, wo noch freie Plätze zu haben oder gar reservierbar sind, würde das die Verkehrslast erheblich lindern. Mit NB-IoT wäre also ein ernstes Problem lösbar, das sich wegen der fortschreitenden Urbanisierung noch weiter verschärfen wird.

Smartes Parken in Pisa

Bereits im Jahr 2014 hat die Deutsche Telekom in der italienischen Stadt Pisa Smart Parking im Rahmen eines Pilotprojektes getestet. Gerade diese bekannte Tourismusdestination leidet unter Verkehrsproblemen. Denn neben 200.000 Einwohnern bewegen sich auch noch etwa 300.000 Touristen pro Monat durch die historische Stadt.

Gemeinsam mit dem Partner Kiunsys stattete die Deutsche Telekom dabei Parkplätze auf der Piazza Carrara mit Sensoren aus. Die Sensoren gaben die Infos über freie Parkplätze über Mobilfunk an einen zentralen Server weiter. Der speiste große Anzeigetafeln mit dieser Information. Gleichzeitig informierte eine eigene App Autofahrer über freie Plätze, und lotste sie auch gleich dorthin. Auch das Bezahlen des Parkplatzes war über die App möglich. Projekte wie dieses können sich dann in Zukunft die Vorteile von NB-IoT zu Nutze machen.

Smart Parking in Bonn

In der Konzernzentrale der Deutschen Telekom läuft bereits ein auf NB-IoT basierendes Parplatzmanagement-System. Schon jetzt hat dieses System viele Anhänger. Konstantinos Chalkiotis, Vice President Mobile Access bei der Deutschen Telekom, betonte gegenüber golem.de: "Kunden wollen das System bereits haben." Solche Pilotprojekte, wie sie gerade in Wien entstehen, werden auch in vielen anderen Ländern, in denen die Deutsche Telekom präsent ist, durchgeführt werden. Denn wie gesagt: Wenn eine neue Technologie wie NB-IoT ein so ernstes Problem wie die städtische Parkplatznot zu lindern hilft, dann wird sie sich auch sehr schnell verbreiten.

Fazit: NB-IoT Showcase vor dem T-Center zeigt, wie Smart Parking funktioniert

NB-IoT ist erst seit relativ kurzer Zeit zu einem Mobilfunkstandard avanciert. Die neue Netzwerktechnologie eignet sich für das Internet der Dinge und damit auch für Smart-City-Anwendungen besonders gut. Doch was im Labor klaglos läuft, stößt dann in der Praxis manchmal auf Probleme. Mit dem Showcase will T-Mobile Austria anhand des Beispiels „Smart Parking“ den Beweis für NB-IoT antreten. Der Test ist also ein wichtiger Schritt dazu, eines der drängendsten Probleme aller moderne Städte zu lindern.

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