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10.11.2016     Marcel Henrich

Ein Leben ohne Smartphone ist eigentlich kaum mehr vorstellbar. Das Gerät hat sich zu unserem ständigen Begleiter entwickelt und unterstützt uns sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld. Doch der große Boom der aktuellen Smartphones ist laut Analysten längst vorbei. Jetzt geht es darum, die Geräte fit für die Zukunft zu machen.

Die Zahl der Smartphones, die über die Ladentische gehen ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC wird die Wachstumsrate 2016 lediglich bei 3,1 Prozent liegen – nach 10,5 Prozent 2015 und 27,8 Prozent im Jahr 2014. Das bedeutet, dass der Markt so gut wie gesättigt ist. Gleichzeitig wird in Unternehmen die Möglichkeit des mobilen Arbeitens zum Standard. Dazu benötigen die Mitarbeiter jedoch die richtigen mobilen Geräte für den jeweiligen Einsatz. Um innovativ zu bleiben, werden sich die Hersteller in den nächsten Jahren einiges einfallen lassen müssen und um einige Zukunftstechnologien nicht herumkommen.

Lesen Sie in diesem Beitrag, wie das Smartphone der Zukunft aussehen könnte und welche Rolle es in einem modernen Unternehmen spielen kann.

Mobiles Arbeiten wird zum Alltag

Smartphones sind heute schon Mittelpunkt des digitalen Lebens: Wir zahlen, planen und buchen mobil mit den Geräten und künftig werden sie weitere Bereiche erobern. Wer von mobiler Arbeit spricht, denkt meist an Bürojobs oder Wissensarbeit, die mit einem Smartphone, Laptop oder Tablet ortsunabhängig durchgeführt werden können. Durch neue Anwendungen werden sich etwa der Automotiv- oder der gesamte Gesundheitsbereich nachhaltig verändern. Rund um Smartphones entstehen so neue Ökosysteme, die enorme Chancen für viele Unternehmen bieten.

Doch solche neuen Anwendungsbereiche lassen bisweilen auf sich warten. Kein Wunder also, dass einige Marktbeobachter eine Fragmentierung des Marktes prognostizieren, wenn nicht bald neue Innovationen den Smartphone-Markt anführen. IDC spricht in diesem Zusammenhang von einer Entschleunigung der Neuerungen bei den mobilen Begleitern. Die letzten Top-Modelle der führenden Hersteller wie Apple, Samsung oder Sony sind tatsächlich eher Weiterentwicklungen als Innovationen.

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Die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen und Universitäten arbeiten aber Tag und Nacht daran die Leistung der Smartphones zu verbessern. Dabei stehen einige Kernprobleme im Mittelpunkt, die bereits in naher Zukunft gelöst werden können:

1. Verbesserte Akkuleistung

Eine der größten Smartphone-Schwächen ist nach wie vor die Laufzeit der Akkus. Auch wenn Hersteller immer größere Akkus in ihre Smartphones bauen, kommt man mit einer Ladung zumeist nur gerade so durch den Tag. Um die Wartezeit beim Aufladen zu reduzieren, integrieren Hersteller mittlerweile Schnellladetechnologien, mit denen Akkus binnen einer halben Stunde wieder fast voll aufgeladen sind.

Der Standard Quick Charge oder weiterentwickelte Technologien werden dabei kaum noch wegzudenken sein. Bei Quick Charge handelt es sich um eine von Chip-Hersteller Qualcomm entwickelte Technologie. Gegenwärtig ist es damit möglich, einen Smartphone-Akku in nur 30 Minuten auf 70 Prozent zu laden. Zudem unterstützt die neue Version mehr Intervalle bei der Spannungszufuhr. Vielversprechend ist zudem ein neues Verfahren des Chipherstellers Mediatek. Nach eigenen Angaben soll dessen Technologie Pump Express 3.0 den Akku des Telefons in nur 20 Minuten zu 70 Prozent laden.

Dagegen hat das Startup Solid Energy einen Durchbruch bei der Entwicklung neuer Akku-Technologien angekündigt. Das Entwickler-Team des Unternehmens hat einen Lithium-Metall-Akku herstellen können, der durch eine höhere Energiedichte bei halber Größe die gleiche Nennleistung wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien bietet. Und das, ohne auf die Langlebigkeit und Sicherheit aktueller Akkus verzichten zu müssen. In diesem Bereich tut sich auf jeden Fall etwas!

2. Drahtloses laden

Smartphones benötigen viel Energie und müssen oft mehrmals am Tag wieder aufgeladen werden. Dazu muss man immer sein Ladekabel dabei haben und eine Steckdose muss ebenfalls in der Nähe sein. Kabellose Ladelösungen sollen von diesem Stress befreien. Sie versprechen ein ständig aufgeladenes Mobilgerät, das immer dann seinen Akku füllt, wenn es gerade nicht gebraucht wird – einfach, indem es in einer Ladeschale auf dem Tisch oder im Auto liegt.

In der Ladeschale und in der Rückseite des Smartphones befinden sich elektrische Spulen. Liegen diese unmittelbar übereinander, wird ein Spannungsfluss erzeugt. Smartphones mit drahtloser Ladetechnik gibt es schon in allen Preisklassen.

3. Schnelle Verbindung mittels 5G-Technologie

Wer sich über den derzeit verfügbaren LTE-Mobilfunk in seiner schnellsten Variante und unter Idealbedingungen einen Film von einem Gigabyte Größe auf das Smartphone lädt, muss mehr als eine Minute warten. In der Regel dauert es noch deutlich länger. Mit 5G soll das innerhalb einer Sekunde erledigt sein. Wegen der höheren Bandbreite lassen sich auf einem 5G-Smartphone auch Videos im besonders hochauflösenden Format 4k problemlos ansehen. 5G wird jedoch frühestens ab 2020 zur alltäglichen Realität werden.

4. 3D-Displays

Während das 3D-Fernsehen schon ohne zusätzlich getragene Brille möglich ist, hatte die dritte Dimension auf kleinen Displays bisher keine guten Chancen: Die Fernsehdisplays vermitteln die Tiefeninformationen nur deshalb auf eine ansprechende Weise, weil die Seher mindestens einen Meter entfernt davon sitzen. Aber Forscher arbeiten daran, auch die Displays von Smartphones 3D-fähig zu machen. An der Seoul National University ist dies schon gelungen. Das neuartige Display kombiniert dabei mehrere optische Elemente miteinander und erstellt so ein dreidimensionales Bild auf dem kleinen Display.

5. Faltbare Displays

Samsung arbeitet an einer Technologie, die Displays bald schon falt- oder rollbar machen soll. Risse im Touchdisplay würden damit der Vergangenheit angehören. Als Marktführer für AMOLED-Displays, also Bildschirme mit Aktivmatrix-OLED, bei der jeder Pixel über einen eigenen Transistor angesteuert wird, will Samsung die flexiblen Smartphones schon 2017 vorstellen.

6. Wearables

Aber wird man in Zukunft überhaupt noch ein Smartphone bei sich haben und den ganzen Tag auf einem Display wischend verbringen? Als ständige Begleiter der Konsumenten bieten Wearables, also getragene Technologie, großes, bislang weitgehend ungenutztes Potenzial – sowohl für Nutzer selbst, als auch für Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen. Wearables werden direkt am Körper getragen und sind dem Menschen damit näher als jedes bisher genutzte digitale Endgerät.

Stück für Stück wird der Nutzen des Smartphones durch Wearables abgelöst. Weshalb sollte man beispielsweise die Lautsprecher eines Smartphones nutzen, wenn fast unsichtbare Kopfhörer eine entsprechende Akkuleistung besitzen und somit den gesamten Tag über getragen werden können? Mit Hilfe von virtuellen Assistenten kann das Smartphone über Wearables genutzt werden, anstatt es direkt zu bedienen. Das birgt neue Freiheiten für den Nutzer und neue Möglichkeiten für Unternehmen, die auf Virtual Reality, Augmented Reality oder Location Based Services setzen.

Fazit: Smartphones stehen im Zentrum der neuen Geschäftswelt

Smartphones werden künftig viel leistungsfähiger sein, als wir es uns heute vorstellen können und der Einsatz mobiler Lösungen wird in zukunftsorientierten Unternehmen vorangetrieben. Dadurch entwickeln sich neue Möglichkeiten und ganze Geschäftsbereiche verändern sich. Hinter dem Stichwort Enterprise Mobility verbirgt sich ein Trend, der mit den wachsenden Unternehmensanforderungen nach Vernetzung und modernen, cloudbasierten IT-Infrastrukturen an strategischer Bedeutung gewinnt. Smartphones werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Mit dem richtigen Technologiepartner können Sie mit Ihrem Unternehmen innovative, smarte und mobile Ideen umsetzen.

 

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