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"Smart City" Projekte und Initiativen gibt es mittlerweile viele und der Begriff ist zu einem Buzzword für alle geworden, die sich mit Technologietrends oder gesellschaftlicher Entwickung beschäftigen. Die neueste Studie von INTEGRAL Marktforschung deckt jedoch auf, dass die Idee einer intelligenten Stadt in der österreichischen Bevölkerung insgesamt noch relativ wenig bekannt ist.

Erfahren Sie in diesem Artikel, welche konkreten Anwendungen man bisher mit dem Wort "Smart City" assoziiert hat und welche Vorteile eine Smart City ihren Bürgern noch bieten kann.

Smart City ist weniger bekannt als Smart Home

Der INTEGRAL AUSTRIAN INTERNET MONITOR gibt seit 1996 einen repräsentativen Überblick über Nutzung und Entwicklungsperspektiven von Internet und anderen neuen Kommunikationstechnologien. Die methodisch fundierte Grundlagenstudie umfasst sowohl den Privat- als auch den Geschäftsbereich. Die vierte Befragungswelle im Jahr 2016 beschäftigte sich mit den Begriffen "Smart Home" und "Smart City", deren Ergebnisse nun veröffentlicht wurden: 

  • Im Zusammenhang mit Smart Home zeigt über die Hälfte (55%) der Bevölkerung Interesse an internetbasierter Steuerung von Haushaltssystemen, etwa ein Viertel ist sogar sehr interessiert daran. In der Zukunftszielgruppe der digitalen Individualisten, die für die Entwicklung bzw. Implementierung neuer Trends in der Bevölkerung maßgebliche Treiber sind, erweisen sich sogar fast drei Viertel als affin. Interessant ist, dass es im Gegensatz zu früheren technologischen Entwicklungen keine geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich des Interesses mehr gibt.
  • Besonderes stark ist das Interesse (über 40%) an Sicherheitsfeatures wie beispielsweise an Alarmsystemen für zu Hause. Jeweils ein Viertel zeigt Interesse an der Steuerung von Heizung, Beleuchtung bzw. diversen Haushaltsgeräten. Auch Anwendungen, die eine Erhöhung der Convenience bzw. Zeitersparnis bieten – wie etwa die Steuerung von Heizung, Klimaanlage oder Haushaltsgeräten – stoßen auf positive Resonanz. Geringes Interesse ruft allerdings die Fernsteuerung von Unterhaltungselektronik hervor.
  • Hauptbarrieren gegen eine Nutzung dieser Technologien sind zum einen die noch geringe Relevanz, sowie –auf konkretes Nachfragen – auch eine gewisse Skepsis, was die Sicherheit der generierten Datenmengen betrifft. Es ist jedoch zu erwarten, dass diese in den Hintergrund tritt, sobald die Alltagsrelevanz der Anwendungen steigt.
  • Ist das Thema „Smart Home“ bei weiten Teilen der Bevölkerung schon gut bekannt, trifft das auf den Begriff der „Smart City“ deutlich weniger zu. Ungeachtet dessen werden – nach konkreter Vorlage – Ideen zur webbasierten Optimierung der PKW-Mobilität in der Stadt als durchaus interessant gesehen. So etwa Optionen, die die Effizienz erhöhen, indem sie freie Parkplätze oder Staus anzeigen. Die digitale Avantgarde zeigt sich mit 42% Interessierten sehr aufgeschlossen gegenüber selbstfahrenden Autos. Dem gegenüber äußert innerhalb der Gesamtbevölkerung nur ein gutes Viertel (28%) daran Interesse.

Bekanntheit von Smart City.png

Weitere Informationen und Ergebnisse gibt es auf Anfrage bei INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung.

Was eine Smart City ausmacht

Die relativ geringe Bekanntheit und das diffuse Verständnis des Smart City Konzepts reflektieren nicht, dass es in Expertenkreisen zwar noch keine allgemein akzeptierte Definiton gibt, aber viele Erklärungsversuche. Allen Ansätzen gemein ist die Beschreibung von Handlungsfeldern mit einer enormen Bandbreite, die je nach Ausgangslage einer konkreten Stadt unterschiedlich relevant sein können:

Mobilität Der Individualverkehr soll durch Ride Sharing, Car Sharing und intelligente Verkehrsleitsysteme effizienter und das Angebot von öffentlichen Verkehrsmitteln soll verbessert werden. Vernetzte, fahrerlose Elektrofahrzeuge ermöglichen in Zukunft eine noch smartere Mobilität in der Stadt. Die Optimierung des Warentransports in und aus der Stadt gehört ebenfalls zu diesem Handlungsbereich.
Energieversorgung Im Zuge der Energiewende sollen Atomkraft und fossile Energiequellen durch erneuerbare Energielieferanten ersetzt werden. Zudem müssen die Stromnetze intelligenter genutzt werden. Smart Grids, Smart Meters und Smart Storages nennen sich die entsprechenden Ansätze. Letztendlich soll auch die Energieeffizienz verbessert werden, z.B. durch Modernisierung des Stromnetzes, durch den Einsatz energiesparender Straßenbeleuchtung  und auch durch Maßnahmen zur Veränderung des Verbraucherverhaltens.
Wasser- und Abfallmanagement Der Wasserverlust wegen Lecks in Wasserleitungen kann durch ein sensorbasiertes Monitoring zeitig gestoppt und durch datenbasierte Vorhersagen und entsprechende Wartungen sogar gänzlich vermieden werden. Des Weiteren wird versucht, den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren, indem Gebrauchswasser sowie Regenwasser intelligent und zweckmäßig eingesetzt wird. Im Abfallmanagement ist vor allem die Optimierung der Abläufe des Abtransports von Abfällen wichtig. Dabei kommen Sensoren in Müllcontainern zum Einsatz, deren Daten effizientere Entsorgungsfahrten ermöglichen.
Stadtverwaltung eGovernment Applikationen sollen Bürgern und Unternehmen einen einfachen Zugang zu aktuellen Informationen aus allen Bereichen der Stadtverwaltung und der Stadt ermöglichen sowie Amtswege erleichtern.
Umweltmanagement Smart bedeutet auch, dass eine Stadt gesund, attraktiv und lebenswert ist. Grünflächen steigern die Luftqualität,  verbessern das Stadtklima, dämpfen Lärm und motivieren Bürger zu gesunder Bewegung. In der Stadt der Zukunft suchen die Menschen wieder die Nähe zur Natur und auch zur Landwirtschaft. "Urban Gardening" und "Urban Farming" sind die dazugehörigen Trends. Auch hier hält das Internet der Dinge Einzug und hilft Umweltdaten via Sensoren zu sammeln, um davon Maßnahmen für einen optimalen Umgang mit der Natur abzuleiten.
Gebäudemanagement Eine flächendeckende Gebäudesanierung und –Dämmung von Altbauten sowie eine energiesparende Bauweise bei Neubauten sind hier die Hauptaktivitäten. Hinzu kommen Technologien zur Erzeugung von Wärme und Strom, wie Solaranlagen und Photovoltaikanlagen. Immer feinere Sensortechnologien ermitteln dann auch noch den tatsächlichen Bedarf und steuern den Wärme- und Energiehaushalt automatisch. Letztendlich ist das Smart Home ein wichtiges Puzzlestück für die Entwicklung der Smart City.
Stadtplanung Eine smarte Stadt bezieht kulturelle, ökonomische, technische, soziale und ökologische Aspekte mit in den Planungsvorgang und das Baugeschehen mit ein. Bei Smart Cities haben die Bereiche  Leben, Kultur, Arbeiten und Schlafen wieder zueinander gefunden. Visionäre Gebäude sollten in einer Koexistenz zu historischen Bauwerken vergangener Zeiten stehen und Stadtsanierungen sind ein relevantes Thema. Wobei auf eine kompakte Siedlungsstruktur zu achten ist, um ein hohes Maß an Umweltschutz und Qualität zu erreichen. 
Sicherheit Das Thema Sicherheit spielt in einer Smart City wohl eine noch größere Rolle, als in Städten bisher. In Bezug auf Bürgersicherheit und Krisensituationen können besonders hinsichtlich Prävention innovative Möglichkeiten bereitgestellt werden. Zum Beispiel kann neuerste Mikrofontechnlogie auf Verkehrsunfälle oder Hilfeschreie reagieren und schnell Einsatzkräfte alarmieren. Kameras können helfen Ausnahmesituationen rasch zu erfassen. Aber auch Naturkatastrophen können rascher erkannt werden und Rettungseinsätze können enorm verbessert werden. 
Bildung Die hohe Migrationsrate führt zu einer attraktiven kulturellen Vielfalt aber auch zu einer besonderen Herausforderung im Bereich Erziehung und Bildung.  Bildung und Erfolg im Beruf sind nicht nur für den Wirtschaftsfaktor oder die Beschäftigungsquote der Stadt wichtig, sondern ebenso für das Wohlbefinden aller Bürger.  Ziel ist es daher die Integration mit Bildung zu unterstützen wobei insbesondere auf den Spracherwerb von Migranten Wert gelegt werden muss.  Auf der anderen Seite suchen gebildete Menschen Städte zum Leben nach den Kriterien wie Talent, Technologie und Toleranz aus. Erstrebenswert sind qualitativ hohe Bildungseinrichtungen. 
Gesundheitsversorgung Neben der Migrationsthematik sind die meisten Städte mit den Bedürfnissen der alternden Bevölkerung konfrontiert. Dazu gehört ein hoher Bedarf an Pflege und medizinischer Versorgung und damit verbunden, Personal in diesem Bereich, dass auf Grund der sinkenden Geburtenraten knapp wird. Smarte Städte investieren daher große Summen in die Förderung von Smart Healthcare. Zu diesen Handlungsfeldern zählen zum Beispiel intelligente Netze für Kliniken, Praxen und Pflegeheime oder der Bereich Sensorik. Auf Basis von Sensorik können Körperwerte wie Hydrierungszustand, Blutzucker oder Infektionen erkannt werden und Abhilfe geschaffen werden. 
Wirtschaft Der Klimawandel, die knapper werdenden Ressourcen aber auch der weltweite Angleich der Lebensverhältnisse und des Lohnniveaus erzwingt einen strukturellen Wandel der Wirtschaft und der Konzerne. Eine Option ist die Green Urban Economy. Sie benötigt weniger CO2, verwendet umweltfreundliche Rohstoffe und produziert insgesamt ressourceneffizienter. Städte müssen darauf achten viele Betriebe nachhaltig zu erhalten und neue zu schaffen und sich dabei an die Nachfrage anzupassen. In den Bereichen Umwelt, Produktion umweltfreundlicher Produkte oder Nahrungsmittelprodukte bestehen gute Chancen. 

 

Conclusio Smart City 

Die Zukunftsvision Smart City rückt mit Hilfe von technischen und nichttechnischen Innovationen näher. Städte werden so nachhaltiger, intelligenter und effizienter und schaffen für die Bürger eine neue Wohn- und Lebensqualität. 

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