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Der Verein World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und profiliertesten Naturschutzorganisationen der Welt und in rund 100 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen den Verein ca. 5,3 Millionen Förderer. Die Hauptanliegen des WWF sind der Erhalt der Artenvielfalt und die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der Menschen.

Thomas Kaissl, Bereichsleiter Umwelt & Wirtschaft beim WWF Österreich, erklärt im Interview, warum die Nutzung des Fairphones jedem Unternehmen gut stehen würde.

Kaissl.jpgFrage: Was kann jeder Einzelne dazu tun, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern? 

Thomas Kaissl: Jeder kann mit kleinen Beiträgen den ökologischen Fußabdruck – also den Verbrauch an Ressourcen, den wir als Menschen, als Land oder auch als Firma haben – klein halten. Das fängt beim Konsum an: Wir verbrauchen viel mehr, als wir nachhaltig beziehungsweise erneuerbar zur Verfügung haben. Jeder hat die Möglichkeit, etwas anders zu machen – ohne Verlust an Lebensqualität.

Frage: Welche Bereiche sind dabei die problematischsten?

Thomas Kaissl: Der Verbrauch bezieht sich zu unterschiedlichen Teilen auf unsere Mobilität, auf unsere Ernährung und das Wohnen. Wie oft benutze ich das Auto oder reise per Flugzeug, besteht meine Ernährung aus zu viel Fleisch und wie viel Energie verbraucht mein Haus? Es geht hier natürlich auch um die Benutzung diverser Konsumgüter. Das fängt bei der Kleidung an – zum Beispiel der Herkunft der Baumwolle – und betrifft natürlich auch alle technischen Geräte.

Frage: Wie zum Beispiel das Handy. Ein Smartphone ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. 

Thomas Kaissl: Das Smartphone ist ein zentrales Objekt in der industrialisierten Welt. Für ein Handy werden aber sehr viele unterschiedliche Ressourcen benötigt wie zum Beispiel seltene Erden, Aluminium, Kunststoff und noch vieles mehr. Ein Handy ist kein Naturprodukt wie ein Melissentee, sondern ein zutiefst ressourcenintensives Produkt.

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Frage: Der WWF Österreich hat seine Mitarbeiter kürzlich mit Fairphones ausgestattet. Wie beurteilen Sie die Ambitionen von Fairphone?

Thomas Kaissl: Das Fairphone ist der uns bekannte einzige Versuch eines Anbieters, ein Smartphone ökologischer und sozial fairer zu machen. Bei allen Mankos, die es nach wie vor gibt – es wäre illusorisch zu sagen, dass man auf einmal ein komplett umweltfreundliches Handy zur Verfügung hätte – ist es ein toller Versuch in diese Richtung zu gehen. Das entspricht genau unserer Philosophie, Konsumgüter umweltfreundlicher und nachhaltig zu gestalten. Das begrüßen wir sehr.

Frage: Was sind die Vorteile des Fairphones?

Thomas Kaissl: Mit den Komponenten des Fairphones beziehungsweise aufgrund der modularen Bauweise des Gerätes kann man Teile einzeln austauschen und muss sich nicht gleich ein neues Gerät kaufen, wenn mal z.B. das Display kaputt geht. Wer ein Fairphone nutzt, bekommt eine andere Einstellung zum Smartphone und kann es länger nutzen. Derzeit werden Smartphones im Durchschnitt alle zwei Jahre ausgetauscht. Auch die Möglichkeit mit dem Fairphone zwei SIM-Karten verwenden zu können begrüßen viele. So kann man die private von der geschäftlichen Kommunikation trennen und die Mitarbeiter brauchen nur noch ein Gerät.

Frage: Wie wichtig ist Mobilität für den WWF?

Thomas Kaissl: Wir sind ein starker Kommunikationsbetrieb. Wir sind laufend mit Politikern, mit Unternehmen und weiteren wichtigen Stakeholdern im Austausch. Das Smartphone ist also ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Und hier mit dem Fairphone ein ökologischeres Produkt in Händen zu halten, als ein herkömmliches XY-Firmenhandy ist ein kleines aber wichtiges Puzzlesteinchen. Als WWF haben wir ja auch eine Vorbildfunktion. Es wird wahrgenommen, ob ich mit dem Zug zu einem Termin nach Salzburg anreise oder mit dem Auto. So ist es auch beim Smartphone. Bei Business-Meetings werden wir auch auf unsere Fairphones angesprochen. Auch so findet Bewusstseinsbildung statt.

Frage: Das bedeutet, mit dem Fairphone kann jedes Unternehmen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten?

Thomas Kaissl: Genau! Ähnlich wie bei der Elektromobilität. Die wird auch nur zum Durchbruch kommen, wenn eine kritische Masse erreicht wird. Wenn ein Unternehmen mit großer Fahrzeugflotte auf Elektroautos umstellt hat das einen Impact, also eine unmittelbare Wirkung. Genauso bei umweltfreundlicheren Handys, wie dem Fairphone. Wenn der WWF seinen Mitarbeitern Fairphones zur Verfügung stellt erzeugt dies eine gewisse Aufmerksamkeit, die hoffentlich Nachahmer findet. Und dass ein Konzern wie T-Mobile Fairphones im Sortiment hat, ist klarerweise ebenso ein gutes Zeichen.

Frage: Wie könnte man mehr Unternehmen davon überzeugen, den Mitarbeitern ein Fairphone zur Verfügung zu stellen?

Thomas Kaissl: Wenn zum Beispiel ein großes Unternehmen oder vielleicht die Regierung sagt, sie steigt aufs Fairphone um, dann wäre das schon was. Da würden in weiterer Folge auch die Geräte billiger werden und vielleicht würden dann auch andere Hersteller stärker darüber nachdenken, woher sie ihre Komponenten beziehen. Es geht darum, ein Bewusstsein für eine ökologische Transformation zu schaffen.

Frage: Was könnten Unternehmen noch tun, damit ihr ökologischer Fußabdruck kleiner wird?

Thomas Kaissl: Ein zentrales Thema ist die Beschaffung. Das fängt beim Papier an und geht über die Büroeinrichtung bis hin zur gesamten IT-Ausrüstung. Hier sollten Unternehmen genauer hinschauen. Als Anhaltspunkt können Gütesiegel dienen, die darauf hinweisen, dass ein Produkt fair und nachhaltig produziert wurde. Und es muss ja nicht immer auf Knopfdruck gleich das ganze Unternehmen umgestellt werden. Auch kleine Schritte sind wichtig.

Danke für das Gespräch.

 

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