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17.05.2015     Veronika Schindelar

In der U-Bahn können Sie in bester Qualität telefonieren und surfen. In Zügen wird das schon schwieriger. Warum das Handy an manchen Orten sehr gut funktioniert und an anderen weniger gut und bei welchen Herausforderungen alle Netzbetreiber zusammenarbeiten, erläutert Athanasios Avgeridis, Bereichsleiter der Abteilung Operations bei T-Mobile Austria.

Frage: Nach welchen Kriterien baut T-Mobile das Netz aus?

Athanasios Avgeridis: Ganz einfach: Dort wo es unsere Kunden brauchen. Wir monitoren das Netz permanent und wissen daher ganz genau, wo mehr Versorgung notwendig ist. Diesen Bedarf versuchen wir so schnell wie möglich abzudecken.

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Frage: Es ist teilweise überraschend, dass an für ein Mobilfunknetz schwer erreichbaren Orten das Telefonieren und Surfen sehr gut funktionieren. Ich denke da etwa an die Wiener U-Bahn. Wie kann hier eine gute Netzabdeckung gelingen?

Athanasios Avgeridis: Die Versorgung der Wiener U-Bahn war eines unserer wichtigsten Netz Qualitätsprojekte im letzten Jahr. Im Normalfall versorgen Mobilfunker solche Örtlichkeiten mit „Repeatern“. Das sind Geräte, die das Signal verstärken. Wir versorgen die Wiener U-Bahn mit eigenen Standorten, an denen das Funksignal erzeugt wird. Die Qualität ist damit um einiges besser. Darum können Sie in der Wiener U-Bahn schnell surfen und gut telefonieren.

Netzabdeckung Avgeridis

Frage: Bleiben wir beim öffentlichen Verkehr. In Zügen funktioniert das Surfen und Telefonieren nicht so gut wie in der U-Bahn. Welche Gründe hat diese schlechtere Netzabdeckung?

Athanasios Avgeridis: Die Netzabdeckung in den Zügen können die Mobilfunker nicht alleine sicherstellen. Sie
müssen mit den ÖBB zusammenarbeiten. Die ÖBB haben im letzten Jahr eine Kundenbefragung durchgeführt. Ein Ergebnis davon: Das Telefonieren und Surfen während der Zugfahrt ist den Fahrgästen sehr wichtig. Darauf haben die ÖBB reagiert und sind nun gerade dabei, die Versorgung gemeinsam mit den Mobilfunkern zu verbessern.

In den Zuggarnituren selbst kooperieren die drei heimischen Mobilfunkbetreiber miteinander. Einige Waggons haben ein Modem an Bord, das für die Übertragung immer das beste Signal auswählt. Der Traffic läuft dann über unser Netz, wenn das Signal hier am stärksten ist und über einen anderen Betreiber, wenn deren Signal besser ist. Dies hängt eben immer vom Gebiet ab, in dem sich der Zug gerade befindet.

Frage: Ist der Empfang im Zug selbst vielleicht auch schlechter, weil dieser mit einer hohen Geschwindigkeit unterwegs ist?

Athanasios Avgeridis: Das spielt kaum eine Rolle. Geschwindigkeiten von 150 bis 200 Stundenkilometer haben wenig Einfluss auf die Qualität, mit denen die Fahrgäste telefonieren und surfen können. Wenn der Zug durch gut versorgte Gebiete fährt, ist das Netz im Zug selbst auch gut. Allerdings ist die Bahn ja auch in schwer zu versorgenden Gebieten unterwegs, und fährt etwa auch durch Tunnels.

Frage: Da bricht das Signal dann aber nicht immer ab, oder?

Athanasios Avgeridis: Nein. Alle drei Betreiber versorgen Tunnels neueren Datums sehr gut. Bei älteren Tunnels sind die Rahmenbedingungen etwas schwieriger.

Frage: Bei großen Events, wie etwa dem Vienna City Marathon, ist das Mobilfunknetz teilweise überlastet, und selbst das Telefonieren funktioniert oft nicht. Ist es überhaupt möglich, bei einer wirklich großen Ansammlung von Menschen genügend Ressourcen zur Verfügung zu stellen?

Athanasios Avgeridis: Wie eingangs schon erwähnt, stellen wir die Ressourcen dort zur Verfügung, wo sie unsere Kunden brauchen. Bei Veranstaltungen, die sehr viele Menschen besuchen, steigt der Bedarf ins Unendliche und kann nicht - bzw. ist es sehr schwierig und sehr kostenintensiv - zu 100% abgedeckt werden.

Frage: Damit Sie zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort besonders viele Ressourcen zur Verfügung stellen können, müssen Sie im Vornherein wissen, wo und wann diese auch gebraucht werden. Wie organisieren Sie das?

Athanasios Avgeridis: Das wissen wir, weil wir selbst einen „Eventkalender“ führen. Meist kommen auch die Organisatoren selbst auf uns zu und informieren uns. Aber zu 95 Prozent stellen wir die Ressourcen von uns aus aktiv zur Verfügung.

Frage: Es gibt ja eine Reihe von Tests, die die Qualität der Mobilfunknetze überprüfen. Wie nützlich sind diese Tests für den Kunden?

Athanasios Avgeridis: Jeder Kunde hat unterschiedliche Bedürfnisse. Damit ein solcher Netztest einen Nutzen für den Einzelnen hat, müsste er sich genau ansehen, wie die Tester die Ergebnisse erhoben haben. Um dies genau nachvollziehen zu können, müsste man allerdings Diplomingenieur sein. Die Tester selbst versuchen freilich, in die Rolle des Kunden zu schlüpfen. Sie fahren mit dem Zug, mit dem Auto, mit der U-Bahn oder gehen zu Fuß durch die Stadt, und überprüfen die Qualität der einzelnen Netze. Ein Beispiel: Die Tester kommen etwa zum Ergebnis, dass in der Mitte der Kärntner Straße in Wien der Anbieter A1 das beste Signal hat. Auf der rechten Seite ist das T-Mobile-Netz das Beste und wenn sich der Tester auf die linke Seite bewegt, hat unser Mitbewerber Drei die Nase vorn.

Dabei sind allerdings die tatsächlichen Qualitätsunterschiede minimal. So minimal, dass der Kunde diese überhaupt nicht merkt. Dennoch fließen solche Werte dann in das endgültige Ergebnis – obwohl sie für den Nutzer kaum relevant sind. Unser CEO, Andreas Bierwirth, hat bezüglich der Netztest kürzlich gemeint: „Die Telekom-Branche betreibt derzeit viel Aufwand damit, ihre Mobilfunknetze für abstrakte Tests zu optimieren, um sich anschließend bei minimalen Unterschieden mit Superlativen und ‚Testsieger‘-Plaketten schmücken zu können.“ Dieses Zitat beantwortet Ihre Frage wohl am besten.

Frage: Solche Tests haben also eine beschränkte Aussagekraft für den Einzelnen. Gibt’s aussagekräftigere Alternativen zu solchen Netztests?

Athanasios Avgeridis: Ja. Die gibt es. T-Mobile bietet seit kurzem TEST! an. Jedem Einzelnen ist wichtig, dass er an Orten, die er regelmäßig frequentiert, eine gute Verbindung hat. Die Bedürfnisse jedes Einzelnen sind allerdings einzigartig und individuell. Getreu unserem „Wie–ich-will-Prinzip“ kann der Kunde mit TEST! seinen individuellen Test für unser LTE-Netz durchführen. Wir geben Frau und Herrn Österreich ein Gerät ihrer Wahl und sie können es vier Wochen lang testen. Wenn sie mit dem Gerät und der Netzversorgung zufrieden sind, dann behalten sie das Gerät und werden unser Kunde. Wenn nicht, dann geben sie uns alles einfach wieder zurück. „Mit TEST! stellt sich T-Mobile der härtesten Prüfung aller Zeiten, nämlich durch jeden einzelnen Kunden“, meint unser CEO Andreas Bierwirth zu diesem Angebot.

Frage: Wie gut sind die heimischen Mobilfunknetze im internationalen Vergleich?

Athanasios Avgeridis: Alle Mobilfunknetze in Österreich gehören zu den besten der Welt. Was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft ist Österreich ebenfalls top. Die Österreicherinnen und Österreicher sind sehr gut versorgt.

Frage: Die Betreiber investieren alljährlich hunderte Millionen in den Ausbau ihrer Infrastruktur. Damit wollen sie den Kunden schnellere Netze zur Verfügung stellen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Bandbreite enorm. Reichen die Investitionen aus, um die Netze tatsächlich leistungsfähiger zu machen, oder sind sie notwendig, allein um den gesteigerten Bedarf abzudecken?

Athanasios Avgeridis: Die Mobilfunknetze sind definitiv schneller geworden. Vor 10 Jahren haben wir von 64 KBSekunde Bandbreite gesprochen. Heute reden wir von 300 Mbit/Sekunde. Die Technologie verändert sich in so einer rasend schnellen Geschwindigkeit, dass trotz des stark gestiegenen Bedarfs die Mobilfunknetze auch subjektiv für den Kunden schneller geworden sind. Allein T-Mobile investiert 300 Millionen Euro in den Ausbau der LTE-Infrastruktur.

Frage: Wie wird die Abdeckung von LTE am Ende dieses Jahres aussehen?

Athanasios Avgeridis: T-Mobile wird 90 bis 95 Prozent der österreichischen Bevölkerung mit LTE versorgen können. LTE bietet für unsere Kunden eine spürbare Erhöhung der Geschwindigkeit und Verbesserung der Qualität. Ich bin selbst überrascht, wie gut die LTE-Coverage auch am Land oft schon ist.

Mehr Informationen zum Netzausbau im Interview mit Dr. Rüdiger Köster, CTO (Chief Technical Officer) von T-Mobile Austria

Zur Person Athanasios Avgeridis

Dipl. Inform. Athanasios Avgeridis, ist Bereichsleiter der Abteilung Operations (Senior Vice President) bei T-Mobile Austria. In dieser Rolle hat er die Verantwortung für den Betrieb des T-Mobile Mobilfunknetzes, dessen Optimierung und Qualitätssicherung.

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