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Der Abfallentsorger und -verwerter Saubermacher testet in zwei steirischen Gemeinden und der Stadt Villach smarte Mülltonnen. Diese sind mit Sensoren der Firma SLOC ausgestattet und melden ihren Füllstand an eine Plattform. Saubermacher kann die Touren damit besser planen. Die Kunden können via App eine Sonderentleerung bestellen, wenn einmal mehr Müll als gewöhnlich angefallen ist. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, wie diese Smart-Waste-Lösung auf Basis des NB-IoT-Netzes von T-Mobile funktioniert und welche Vorteile sich daraus ergeben.

Die zwei steirischen Gemeinden Feldkirchen bei Graz und Riegersburg sowie die Stadt Villach schlüpften im Sommer bzw. Herbst dieses Jahres im Rahmen eines breit angelegten Praxistests in die Rolle eines "Smart Village". Die topographisch sehr unterschiedlichen Orte testen ein Jahr lang, wie das Internet of Things (IoT) das öffentliche Leben angenehmer, sicherer und für die Gemeinde kosteneffizienter macht. Ein wichtiger Teil dieses Feldtests sind die smarten Mülltonnen. Die Saubermacher AG hat dafür etwa 200 Tonnen mit Hightech-Sensoren von Sloc und SIM-Karten von T-Mobile ausgestattet. Über das flächendeckende NB-IoT-Netz von T-Mobile kann Saubermacher den Füllstand und die Innentemperatur jeder einzelnen Tonne remote auslesen. Im November kommen die smarten Mülltonnen in einem Testgebiet in Villach zum Einsatz.

6 Gründe, die für smarte NB-IoT Mülltonnen sprechen

Die vernetzten Mülltonnen bieten viele Vorteile für die Bewohner, die Gemeinde und das Entsorgungsunternehmen selbst:

1. Die Müllabfuhr entleert aktuell die Tonnen nach festgelegten Intervallen - unabhängig davon, ob die Mülleimer tatsächlich voll sind. Wenn ein Entsorgungsunternehmen aber über die tatsächlichen Füllstände Bescheid weiß, kann es seine Touren so effizienter planen: Denn die Müllwägen fahren dann nur die wirklich vollen Tonnen an. Zumindest im Gewerbebereich ist das schon in naher Zukunft vorstellbar.

2. Von dieser höheren Effizienz profitieren die Bürger, Betriebe und die Gemeinde.

3. Die optimierte Logistik senkt die Verkehrs- und Lärmbelastung, den Kraftstoffverbrauch und schont damit die Umwelt.

4. Sollte einmal mehr Müll angefallen sein als gewöhnlich, kann das Entsorgungsunternehmen auch außerhalb der fixen Entleerungsintervalle einen Haushalt anfahren. Bei dem Praxistest können die teilnehmenden Bürger für eine kleine Gebühr eine Sonderentleerung über die "Daheim-App" ordern.

5. Bei der Entleerung scannt der Müllwagen qualitativ, wie viel falscher Abfall im Restmüll gelandet ist. Diese Daten wollen Saubermacher und die Gemeinden dazu verwenden, um die Bürger für das richtige Trennen zu animieren. Denn 70 Prozent des steirischen Restmülls besteht aus Wertstoffen oder Bioabfällen. Innovative Projekte tragen wesentlich zum Umweltschutz, zur Sicherheit und Effizienzsteigerung in der Gemeinde bei, betont der Bürgermeister von Riegersburg, Manfred Reisenhofer. Untersuchungen zeigen, dass wenn alle Steirer korrekt trennen würden, würde sich das Land Steiermark etwa 12 Mio. Euro jährlich sparen. Der Sprecher des Vorstandes der Saubermacher AG, Ralf Mittermayr, will über die "Daheim App" auch gamifizierte Anwendungen testen und das richtige Trennen belohnen. "Wir erhoffen uns dadurch eine deutliche Senkung der Fehlwürfe", betont er.

6. Die Sensoren messen neben dem Füllstand auch die Temperatur. Sollte diese kritische Werte überschreiten, kann das Entsorgungsunternehmen oder die Gemeinde äußerst schnell Sicherheitsmaßnahmen einleiten.

Für die Smart-Waste-Lösung der Saubermacher AG eignet sich der neue Funkstandard NB-IoT ideal und zwar aus mehreren Gründen:

1. NB-IoT benötigt sehr wenig Energie. Dies ermöglicht eine lange Laufzeit der Batterien, die in den Sensoren verbaut sind.

2. Mithilfe von NB-IoT lassen sich eine Vielzahl an Geräten - im konkreten Fall Mülltonnen - miteinander vernetzen.

3. Die Gebäudedurchdringung des Funkstandards ist im Vergleich zu anderen Übertragungstechnologien sehr hoch und reicht bis die in Keller von Gebäuden. Für Smart-Waste-Anwendungen ist diese Eigenschaft wesentlich, denn viele Abfalltonnen befinden sich in fensterlosen Kellerräumen.

4. NB-IoT ist ideal, um geringe Datenmengen verlässlich zu übertragen.

5. NB-IoT verursacht sowohl bei der Implementierung als auch im Betrieb selbst nur sehr geringe Kosten. Damit bleibt der finanzielle Aufwand auch dann überschaubar, wenn sehr viele Geräte miteinander vernetzt werden.

Steigende Müllmengen und Urbanisierung verlangen smarte Lösungen

Der Hebel, der sich durch Smart-Waste-Anwendungen bewegen lässt, ist sehr lange. Allein wir Österreicher produzieren etwa 4,3 Millionen Tonnen so genannten Siedlungsabfall - pro Kopf sind dies fast eine halbe Tonne pro Jahr. 1,4 Millionen Tonnen davon sind Hausmüll. Auch wenn immer mehr Österreicher versuchen, Müll zu vermeiden, so wachsen die Müllberge weiter: Laut einem Bericht des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus ist zwischen den Jahren 2009 und 2016 die Menge an Siedlungsabfällen um knapp 10 Prozent gestiegen. Es ist in Zukunft auch nicht damit zu rechnen, dass die Müllberge kleiner werden - im Gegenteil. Ein Grund für das höhere Müllaufkommen ist das Bevölkerungswachstum:  Laut Statistik Austria werden im Jahr 2021 bereits mehr als 9 Millionen und im Jahr 2080 knapp 10 Millionen Menschen in Österreich leben. Gleichzeitig schreite die Urbanisierung auch hierzulande voran. Derzeit leben etwa 6 von 10 Österreichern in einer Stadt, 2050 werden es bereits 7 sein.

IoT-Anwendungen können einerseits dafür sorgen, dass der Müll besser getrennt und damit als wertvoller Rohstoff für Neues verwendet werden kann. Andererseits lässt sich durch Sensorik und Vernetzung die Entsorgung effizienter und damit umweltschonender gestalten. Gerade in Städten, deren Einwohneranzahlen dank Urbanisierung überproportional wachsen, sind smarte Transportlösungen gefragt, die das Verkehrsaufkommen so gering wie möglich halten.

Die Praxistests in den beiden steirischen Gemeinden laufen jedenfalls vielversprechend: "Die Zusammenarbeit mit T-Mobile funktioniert perfekt, es gibt ein eigenes Team und Ansprechpartner für NB-IoT und das Netz ist bis dato noch kein einziges Mal auch nur für kurze Zeit ausgefallen", freut sich Saubermacher-Vertriebsdirektor Andreas Opelt.

Fazit: Wie smarte NB-IoT Tonnen die Müllentsorgung verbessern 

Die Eigenschaften von NB-IoT machen es auch für viele andere Smart-City-Anwendungen zur Technologie der ersten Wahl. Etwa für Frühwarnsysteme von Bauwerken oder auch für eine intelligente Parkraumbewirtschaftung. Viele weitere smarte Anwendungen helfen dabei, die Lebensqualität zu steigern und dabei weniger Ressourcen zu verbrauchen. Basis für solche Smart-City-Anwendungen ist ein flächendeckendes Netz, das auch noch in den kleinsten Winkel der Alpenrepublik reicht - so wie dies das NB-IoT-Netz von T-Mobile bereits tut.

 Copyright Foto: Saubermacher

Whitepaper NB-IoT

 

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