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20.06.2018     Lena Wostal

Der Sommer ist auch die Zeit der Festivals. Großveranstaltungen wie zum Beispiel das Wiener Donauinselfest ziehen hunderttausende und mehr Menschen an, um Konzerte, Restaurants und auch das schöne Wetter zu genießen. Derartige Massenveranstaltungen bergen aber auch Risiken, wie die Katastrophe bei der Love Parade in Duisburg gezeigt hat. 2010 sind dort bei einer Massenpanik 21 Menschen ums Leben gekommen. Um solche Schreckensszenarien künftig möglichst zu vermeiden, können moderne Technologien genutzt werden.

Nicht zuletzt wegen der Ereignisse in Duisburg hat das Sicherheitsbedürfnis auf Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren laut einer Studie  der Technischen Universität Chemnitz deutlich zugenommen und das Thema ist bei den Veranstaltern an die erste Stelle gerückt: Wie lassen sich Veranstaltungen wirkungsvoll absichern, wie Risiken für Besucher und Veranstalter minimieren? Lesen Sie im folgenden Beitrag, wie mittels Mobilfunktechnologie Besucherströme analysiert und mit den ausgewerteten Daten Gefahren frühzeitig erkannt werden können.

Erhöhtes Risiko durch große Menschenmengen

Großveranstaltungen gewinnen gerade in den letzten Jahren durch die Zunahme von „Live-Kommunikation“ oder der Nutzung von Social Media-Plattformen wie Facebook und Instagram immer mehr an Bedeutung. Die „Eventisierung“ vieler Alltagsbereiche machen Veranstaltungen zu einem wichtigen Teil in der Gesellschaft – Festivals, Messen, Konzerte oder Public Viewings gehören dazu. Laut der oben genannten Studie ist bei den Veranstaltern zwar ein wachsendes Sicherheitsbewusstsein und eine intensivere Beschäftigung mit sicherheitsrelevanten Fragestellungen zu erkennen, dennoch gibt es nach wie vor Schwachstellen im Hinblick auf das Sicherheits- und Risikomanagement.

Wo viele Menschen zusammenkommen, ist das Risiko von vorne herein höher. Aus diesem Grund gibt es oft von den Behörden festgelegte Obergrenzen. Diese Auflagen erfordern eine zeitnahe Verfügbarkeit der Information über die aktuelle Besucherzahl im jeweiligen Bereich des Veranstaltungsgeländes. Im Ernstfall geht es bei Veranstaltungen vor allem darum, große Menschenmengen ruhig und sicher aus dem Gefahrenbereich zu leiten. Für die Veranstalter heißt das, dass sie ein Zählsystem einsetzen müssen, mit dem eine ausreichende Qualität der Daten sowie die Bereitstellung der erhobenen Zähldaten in konsolidierter Form möglichst in Echtzeit gewährleistet werden kann.

Besucherstromanalyse mittels anonymisierter und aggregierter Mobilfunkdaten

Automatisierte Zählsysteme sind aber teuer in der Anschaffung und im Einsatz relativ unflexibel. Darüber hinaus weisen sie aufgrund der spezifischen Charakteristika der jeweils zugrundeliegenden Technologie oftmals erhebliche Schwächen bezüglich der Zuverlässigkeit und der Genauigkeit der erhobenen Zähldaten auf. So stammen die Daten etwa aus manuellen Zählungen, Abschätzungen aus Drittdaten oder technischen Zählsystemen wie Lichtschranken und Zählschleifen. Diese Methoden der Datenerhebung bieten jedoch nur kleinere Stichproben und punktuelle Informationen und sind meist mit einem hohen Aufwand verbunden.

Hier kann Mobilfunktechnologie Abhilfe schaffen: Mithilfe anonymisierter und aggregierter Mobilfunkdaten – es sind keinerlei Rückschlüsse auf den einzelnen Kunden möglich – können Besucherzahlen automatisiert rasch erfasst und intelligent ausgewertet werden. Damit kann die Sicherheit bei Veranstaltungen erhöht und der Einsatz von Ressourcen wie etwa der Rettungskräfte effizienter gestaltet werden. T-Mobile hat dazu eine Lösung entwickelt, die Bewegungsdaten vollständig anonymisiert aus dem Mobilfunknetz zieht und unter besonderer Berücksichtigung der Datenschutzvorgaben mittels Data Analytics auswertet. Damit sind tiefgehende Analysen für Besucherströme und Standortbewertungen möglich.

Gefährliche Situationen rechtzeitig erkennen

So funktioniert’s: Wenn Menschen mit einem Smartphone oder Tablet unterwegs sind und telefonieren, SMS verschicken oder mobil im Internet surfen, hinterlassen sie digitale Datenspuren (Floating Phone Data). Die Mobilfunkgeräte wandern dabei von Funkzelle zu Funkzelle und melden sich laufend an und ab. Aus diesen Signalisierungsdaten der Mobilfunk- und WiFi-Netze lassen sich anonymisierte und aggregierte Bewegungsprofile erstellen. Dadurch ist es auch möglich, anonyme Analysen über Bewegungsströme zu erstellen. Über eine zentrale Plattform haben die Verantwortlichen jederzeit Zugriff auf die von ihnen benötigten Informationen und können im Ernstfall rasch reagieren. Das rechtzeitige Erkennen von Gefahrensituationen bei Massenveranstaltungen kann dabei helfen, Katastrophen wie in Duisburg zu verhindern.

Mehrwert in weiteren Einsatzgebieten

Neben Besucherstromanalysen kann die Lösung auf Basis der anonymisierten Mobilfunkdaten auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen. So können etwa Verkehrsplaner im Vorfeld analysieren, wo eine Umfahrungsstraße sinnvoll ist oder wie eine Buslinie am effizientesten geführt wird. Aber auch kommerzielle Betriebe können anhand der gesammelten Daten zum Beispiel Standorte für Immobilien im Vorfeld bewerten. Die Vorteile der Lösung sind zusammengefasst:

  • Erhöhung der Sicherheit bei Veranstaltungen
  • Effizienterer Einsatz von Ressourcen (z.B. Rettungspersonal)
  • Bessere Verkehrsplanung
  • Einfache Bewertung von Standorten wie Geschäftsfilialen
  • Optimierung von Investitionen und Budgets (Marketing, Werbemittelwirksamkeitsanalyse)
  • Besseres Verständnis für Kundenverhalten

Fazit: Mobilfunkdaten helfen dabei, Gefahren rechtzeitig zu erkennen

Massenveranstaltungen bergen viele Risiken, weil es in Gefahrensituationen zu Panik kommen kann. Deshalb ist es wichtig, zuverlässige Daten über die Besucherströme zu haben, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. T-Mobile hat eine Lösung entwickelt mit der anhand anonymisierter und aggregierter Mobilfunkdaten und Data Analytics Besucherstromanalysen erstellt, zentral ausgewertet und analysiert werden können. Die Verantwortlichen haben somit immer einen perfekten Überblick über die Geschehnisse und können im Ernstfall rasch reagieren.

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