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DECT-Anlagen sind in Unternehmen seit vielen Jahren im Einsatz und haben lange Zeit gute Dienste geleistet. Die Abkürzung steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications. DECT ist ein internationaler Standard für Telekommunikation mittels Funktechnik, insbesondere für Schnurlostelefone.

DECT-Telefone bestehen aus mindestens zwei Teilen, nämlich der Basisanlage und einem oder mehreren Mobilteilen, die eine Funk-Verbindung zwischen diesen beiden Komponenten benötigen. Im Gegensatz zu Mobilfunksystemen ist DECT eine reine Zugangstechnologie mit jeweils wenigen Teilnehmern über ein gemeinsames Netzwerk an DECT-Sendern. DECT beschreibt nicht das Netz selbst. Die Anbindung erfolgt mit einem Gateway, das üblicherweise als Basisstation bezeichnet wird.

Damit die DECT-Geräte unterschiedlicher Hersteller auch miteinander verwendet werden können, hat das European Telecommunications Standards Institute (ETSI) ein einheitliches Signalisierungsprotokoll namens GAP (Generic Access Profile) entwickelt. Telefone, die dieses Protokoll unterstützen, lassen sich in jede GAP-kompatible Basis einbuchen. Viele, allerdings nicht alle DECT-Geräte, sind heute GAP-fähig.

Nutzung nur am Firmengelände

Für Unternehmen, deren Mitarbeiter oft im Betriebsareal unterwegs sind, sind DECT-Geräte praktisch. Jeder Einzelne ist auch dann telefonisch erreichbar, wenn er nicht am Schreibtisch sitzt. Betriebe mit einem großen Firmengelände oder Lagerhallen nutzen DECT-Geräte deshalb gerne.

Die Reichweite ist jedoch im Vergleich zu Mobilfunkgeräten stark eingeschränkt. Viele Hersteller geben die Reichweite der DECT-Geräte in Gebäuden mit 50 Metern an. Allerdings dämpfen die verschiedenen Baumaterialen die Signale unterschiedlich stark. Eine Stahlbetondecke kann etwa dazu führen, dass das Mobilteil keine Verbindung zur Basisstation aufbauen kann, wenn sich beide Geräte in unterschiedlichen Stockwerken aber dennoch nur wenige Meter voneinander entfernt befinden. Damit das Telefonieren im Firmengebäude oder am Betriebsareal möglich ist, muss ganz genau geplant werden, wo die einzelnen DECT-Stationen anzubringen sind. Eine DECT-Station bzw. Funkzelle kann nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern aufnehmen. Es kann also möglich sein, dass an hochfrequentierten Orten wie der Betriebskantine, mehrere Basisstationen nötig sind, da es sonst zu Versorgungsengpässen kommen kann.

Dank der großen Zahl an unternehmenstauglichen Endgeräten (Smartphones und Tablets) und der immer besseren Verbindungs- und Sprachqualität macht eine Mobilfunklösung für Unternehmen heutzutage deutlich mehr Sinn als eine DECT-Anlage. Gerade im Vergleich zu einer auf Mobilfunktechnologie basierenden Lösung haben DECT-Anlagen gerade im Unternehmensumfeld einige nicht zu vernachlässigende Nachteile.

Das sind die 3 gewichtigsten Nachteile einer DECT-Lösung:

  • Höhere Kosten: Unternehmen, die sich eine DECT-Anlage, Mobilfunkgeräte und vielleicht sogar noch Festnetzgeräte leisten, haben deutlich höhere Kosten als es notwendig wäre. Eine Mobilfunklösung mit entsprechenden Features wie AIC von T-Mobile reduziert die Hardware auf das Notwendigste, im äußersten Fall sogar auf ein Gerät pro Mitarbeiter. Das senkt nicht nur Kosten sondern erhöht auch die Transparenz.
  • Mangelnder Komfort: DECT-Telefone verfügen nur über eine begrenzte Reichweite. Damit ein störungsfreies Telefonieren auf einem größeren Firmenareal möglich ist, sind oft mehrere DECT-Sender notwendig. Verlässt ein Mitarbeiter das Betriebsgelände, benötigt er dann ohnehin ein Handy, um erreichbar zu bleiben. Bei DECT-Anlagen besteht zudem die Gefahr, dass Geräte unterschiedlicher Hersteller nicht miteinander kompatibel sind, weil nicht alle GAP-fähig sind. Selbst wenn dies der Fall ist, sind wichtige Funktionen wie Telefonbuch oder Anrufbeantworter nicht beliebig synchronisierbar.

Mobilfunk als bessere Wahl

Alle oben beschriebenen Nachteile treten bei einer Kommunikation über das Mobilfunknetz nicht auf. Moderne Lösungen wie AIC kombinieren Mobilfunk und Festnetz nahtlos und ermöglichen den Mitarbeitern mit nur einem einzigen Endgerät zu kommunizieren. Darüber hinaus können auch Komfortfunktionen wie Weiterleitung, Anrufbeantworter oder Telefonbuch problemlos – und vor allem herstellerunabhängig – synchronisiert werden. Das ermöglicht eine einfache und reibungslose Kommunikation.

Während sich DECT-Geräte bloß zum Telefonieren eignen, lassen sich mit moderne Smartphones viele andere Kommunikationskanäle nutzen, die auch für Unternehmen immer wichtiger werden. Denken Sie etwa an
SMS, Messenger-Dienste, Videokonferenzen, Apps zur Zeiterfassung oder Systemsteuerung.

Einer der größten Vorteile ist die hohe Reichweite des Mobilfunknetzes, die wie selbstverständlich zur Verfügung steht. Durch die hohe Abdeckung in Österreich und dem schnellen Mobilfunkstandard LTE kann von so gut wie jedem Standort problemlos über das Mobilfunknetz kommuniziert und Daten ausgetauscht werden.

Fazit Mobilfunk statt DECT

Gerade in Zeiten der Digitalisierung und digitalen Transformation haben Insellösungen bestehend aus Festnetz, DECT-Anlage und Mobilfunk keinen Platz mehr in modernen Unternehmenslandschaften. Dank einer immer größeren Anzahl an Business Apps ist das Smartphone längst zum wichtigsten Kommunikationsinstrument in den Unternehmen geworden. Notwendige Tools wie ERP, CRM oder Dokumentenverwaltung können einfach und sicher über das Smartphone bedient werden. Im Gegensatz zu DECT-Lösungen ermöglicht eine Mobilfunklösung komplett ortsunabhängiges Arbeiten und für die Mitarbeiter uneingeschränkte Mobilität sowie ständige Erreichbarkeit, auch beispielsweise nur mit einem einzigen Gerät. 

 Webinar Festnetz und Mobilfunk

 

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