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Stirbt das klassische Office aus? Mobiles Arbeiten ist in der heutigen Arbeitswelt immer weiter verbreitet. Eine gute Balance zwischen Beruf und Freizeit wird für viele immer wichtiger und Arbeit wird immer weniger nur an einem einzigen Standort erledigt. Die Digital Native Generation und die Generation Z, die heute 13 bis 18-Jährigen werden noch viel schwerer einen fixen Büro- oder Arbeitsplatz akzeptieren. Mobiles Arbeiten ist für eine Generation, die die ständige Vernetzung so notwendig braucht wie die Atemluft, eine Selbstverständlichkeit.

Laut einer von Deloitte durchgeführten Befragung ist das Modell „Gleitzeit mit Kernzeit“ in Österreich mittlerweile gut etabliert und findet in 61 Prozent der Unternehmen bei mindestens der Hälfte ihrer Mitarbeiter Anwendung. „Bei klaren Regelungen profitieren beide Seiten von der gesteigerten Flexibilität“, sagt Barbara Kellner, Managerin bei Deloitte Österreich.

Ist mobile Arbeit gesetzlich geregelt?

Vielfach wird behauptet, Telearbeit oder mobiles Arbeiten werde nicht durch das Gesetz geregelt. Es gäbe Graubereiche, weshalb es besonders notwendig sei, die Rahmenbedingungen in einer Telearbeitsvereinbarung zu regeln. Überdies wird die Auffassung vertreten, das Arbeitszeitgesetz sei „nur grundsätzlich“ anzuwenden. Diese Behauptungen sind laut der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) unrichtig. Demnach formuliert das Arbeitszeitgesetz, dass „Arbeitszeit auch die Zeit ist, während der einer im Übrigen im Betrieb Beschäftigter in seiner eigenen Wohnung oder Werkstätte oder sonst außerhalb des Betriebes beschäftigt wird.“

Das heißt, dass auch bei Telearbeitszeit bzw. bei Homeoffice die Lage der Normalarbeitszeit und ihrer Änderung zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber zu vereinbaren ist. Weiters besteht damit die Verpflichtung – wie auch in anderen Arbeitsverhältnissen - eine Verteilung der Arbeitszeit vorzunehmen. Dabei kann es zu folgenden Vereinbarungen kommen:

  • eine fixe Arbeitszeiteinteilung wird von Montag bis Freitag jeweils von in der Früh bis am Abend vorgenommen
  • Es wird eine durchrechenbare Arbeitszeit gewählt, wenn der anzuwendende Kollektivvertrag dies vorsieht
  • es kommt eine gleitende Arbeitszeit zum Tragen

Home Office, Telearbeit, mobiles Arbeiten

Arbeiten außerhalb des Unternehmens als Home Office zu bezeichnen kommt heute sicher zu kurz. Mit Smartphones, Tablets, Notebooks und sehr leistungsfähigen mobilen Internetanschlüssen findet Arbeit überall statt. Das Office ist dort wo ein Mitarbeiter den Laptop aufklappt oder auf dem Smartphone E-Mails checkt. Da passt die Begriffsdefinition der WKÖ schon besser: Telearbeit ist die regelmäßige Verrichtung von Arbeit außerhalb der betrieblichen Räumlichkeiten des Arbeitgebers unter Verwendung von Informationstechnologien (z.B. Internet, Telefon). Telearbeit kann weiters auf Grundlage eines echten Dienstvertrages, eines freien Dienstvertrages oder eines Werkvertrages vereinbart werden.

Unabhängig welchen Begriff Sie für die Arbeit außerhalb Ihres Firmengebäudes verwenden, gibt es rechtliche Rahmenbedingungen, die für Sie als Geschäftsführer von Bedeutung sind.

Rechtliche Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten

  • Freiwilligkeit: Mitarbeiter müssen zustimmen. Ein Arbeitsvertrag muss vorliegen. Die arbeitsrechtliche Stellung des Mitarbeiters ändert sich durch mobiles Arbeiten nicht.
  • Arbeitsgesetze: Es gilt der Kollektivertrag und alle gesetzlichen Bestimmungen (z.B.: Angestelltengesetz, Gleichbehandlungsgesetz, Urlaubsgesetz, das Arbeitsgesetz selbst)
  • Arbeitsmittel: Sie müssen alle Arbeitsmittel zur Verfügung stellen, warten und auch für die Kosten, wie zum Beispiel Telefon und Internet aufkommen.
  • Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz: Der Arbeitgeber haftet. Er muss die Mitarbeiter zum Beispiel über gesundheitliche Auswirkungen von Bildschirmarbeit informieren.
  • Arbeitsorganisation: Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetze müssen eingehalten werden. Der mobile Mitarbeiter muss die Möglichkeit haben regelmäßig seine Kollegen zu treffen.
  • Betriebsrat: Muss über die Einführung von Telearbeit/mobiles Arbeiten informiert und angehört werden. Der Kontakt von Mitarbeitern mit dem Betriebsrat muss möglich sein auch die Teilnahme an Betriebsversammlungen und Betriebsratswahlen.
  • Privatsphäre: Bei Überwachungssystemen, die die Menschenwürde berühren ist eine Betriebsvereinbarung bzw. eine Einzelvereinbarung notwendig. Die Kontrolle des Home Offices ist nur mit Zustimmung des Mitarbeiters möglich.
  • Aus und Weiterbildung: Muss für mobile Mitarbeiter genau so zur Verfügung stehen wie für vergleichbare Mitarbeiter.
  • Datenschutz: Sie müssen die geeigneten Maßnahmen treffen, dass verarbeitete Daten bei mobiler Arbeit geschützt sind und Sie müssen die Pflicht zur Einhaltung des Datenschutzes informieren.

Quelle: WKÖ

Es empfiehlt sich sehr diese Punkte im Rahmen eines Dienstvertrages, eines freien Dienstvertrages oder eines Werkvertrages zu vereinbaren. Die WKÖ stellt ein Muster für einen ergänzenden Dienstzettel Telearbeit zur Verfügung.

Mit gutem Beispiel voran

Bei T-Mobile wird mobiles Arbeiten intensiv genutzt. Selbst Call Center Mitarbeiter können seit Anfang 2014 im Home Office arbeiten. Hier ist der Begriff Home Office zutreffend, denn qualitative Kundenbetreuung kann schwer unterwegs erledigt werden. 280 von den insgesamt 330 Mitarbeitern im Kundenservices nutzen diese Möglichkeit. Die Erfahrung bis jetzt ist sehr gut. Es gibt keinen Qualitätsunterschied und die Mitarbeiter sind sehr zufrieden. Laut Elke Schaffer, ehemalige Vice President des T-Mobile Kundenservices ist gute Organisation das Erfolgsgeheimnis.

Tipps für das mobile Arbeiten finden Sie in diesem Blogartikel: Mobiles Büro: Tipps zum perfektem Arbeiten unterwegs.

 Dieser Beitrag wurde am 17.4.2018 neu überarbeitet.

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