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02.03.2017     Marcel Henrich

So wie in den Jahren davor nutzten viele Hersteller den Mobile World Congress 2017, um neue Geräte vorzustellen. Unsichtbar, aber mindestens ebenso spannend, ist indes die Weiterentwicklung des Mobilfunknetzes. 5G bildet schließlich die Basis für alle neuen Entwicklungen wie Internet der Dinge, M2M-Kommunikation oder auch Augmented und Virtual Reality.

Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, wie die Deutsche Telekom auf der MWC 2017 den vielen Möglichkeiten des Netzes der nächsten Generation ein Gesicht gab.

Mehr als 100.000 Besucher pilgerten heuer zwischen 27. Februar und 2. März nach Barcelona, um sich beim Mobile World Congress 2017 über die Trends in der mobilen Kommunikation zu informieren. Dabei ist die Messe nicht für Verbraucher konzipiert, sondern wendet sich vor allem an Entscheidungsträger, Fachleute, Analysten und Medienvertreter. Diese Zielgruppen geben sich nicht mit oberflächlichen Informationen zufrieden, sondern wollen ganz genau wissen, wie und vor allem ob eine neue Technologie auch in der Praxis funktioniert.

„Feel connected all over Europe“

Der Messeauftritt der Deutschen Telekom fokussierte sich heuer auf die neue Übertragungstechnologie 5G. Kein Wunder: Schließlich nimmt der Konzern beim neuen Mobilfunkstandard die Vorreiterrolle ein. Claudia Nemat, Vorstand Technologie & Innovation bei der Deutschen Telekom, konkretisierte: „Für uns ist das indes mehr als Technologie und Innovation - wir wollen den Kunden zeigen, wie Telekommunikation von morgen bereits heute erlebbar ist und wie sich die Zukunft, insbesondere mit 5G, anfühlt.“

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Dem Motto der Deutschen Telekom „Feel connected all over Europe“ verlieh dabei der 1.200 Quadratmeter große Messestand samt sechs Meter hoher LED-Leinwand Ausdruck. Dem Besucher wurde dabei klar vermittelt: 5G ist nicht bloß der schnellere Nachfolger von LTE, sondern ist ein Netz, das völlig unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird: Denn ein Smartphone User, der Videos streamt, hat andere Bedürfnisse als etwa ein vernetztes Auto. Genau genommen ist 5G also eine Gruppe parallel betriebener virtueller Netze, die eine gemeinsame, physische Infrastruktur haben.

Network Slicing: Ein eigenes Netz für jede Anwendung

Diese virtuellen Netze kann man mit der so genannten Network Slicing Technologie bilden. Die Deutsche Telekom demonstrierte auf dem Mobile World Congress 2017 gemeinsam mit der South Korean Telecom und Ericsson, wie Network Slicing auch über die Grenzen von Kontinenten hinweg funktioniert: Für bestimmte Use-Cases notwendige Teile (Slices) des Heimatnetzes werden im Gastnetz abgebildet. Damit können beispielsweise global agierende Unternehmen auch über Kontinente hinweg über M2M-Kommunikation ihren Maschinenpark überwachen oder warten. Beim auf dem Mobile World Congress 2017 demonstrierten Use-Case kommunizierte ein Servicetechniker über Augmented Reality mit Kundendienstbeschäftigten im besuchten Netz.

Smarte Brille statt smartes Phone

Im Business Blog wurde bereits über die Einsatzmöglicheiten von Virtual Reality und Augmented Reality im Geschäftsbereich berichtet. Zum Thema Augmented Reality passend präsentierte die Deutsche Telekom die Partnerschaft mit dem Optikkonzern Zeiss. Die Unternehmen wollen gemeinsam eine Datenbrille entwickeln. Zum Hintergrund: Datenbrillen blenden in das Blickfeld des Trägers zusätzliche Infos, Anwendungen oder Bilder ein. Sie reichern die Realität also mit weiteren Informationen an - deshalb auch der Ausdruck Augmented Reality. Die Datenbrille der Deutschen Telekom und Zeiss soll sich von der wenig erfolgreichen Google Glass unterscheiden. Das Modell soll nämlich wie eine normale Brille aussehen.

Die Zeiss AG hat bereits im Vorjahr eine Datenbrille präsentiert, die einem „normalen“ Modell schon recht ähnlich sah. Die notwendige Elektronik fand dabei in den Bügeln Platz. Dank 5G kann die notwendige Technologie virtualisiert und so ins Netz ausgelagert werden. Die smarte Brillenfassung wird damit von einer normalen nicht zu unterscheiden sein. Die Innovation wird auch der Entwickler-Community offen stehen, die so an weiteren Nutzungs-Szenarien mitarbeiten kann.

Die mögliche zukünftige Bedeutung solcher smarten Brillen ist dabei nicht zu unterschätzen. Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, betonte beim Mobile World Congress 2017: "Das Smartphone ist heute die Anwendung für den schnellen, mobilen Internetzugang. Diese Position könnten ihm künftig andere Geräte wie smarte Brillen streitig machen.“

Roboter mit garantierter Reaktionszeit

Gerade bei Internet-of-Things-Anwendungen ist oft nicht die Kapazität, sondern die Verlässlichkeit und die Reaktions- bzw. Latenzzeit des Netzes von Bedeutung. Bereits im letzten Jahr ließ die Deutsche Telekom mit einer Rekordlatenz von einer Millisekunde aufhorchen. Beim Mobile World Congress 2017 demonstrierte der Konzern nun, dass man diese Latenzzeit stabil halten kann. So war dort ein Industrieroboter zu erleben, dessen Reaktionszeit immer exakt acht Millisekunden betrug. Eine garantierte Latenzzeit ist gerade bei medizinischen Anwendungen oder auch selbstfahrenden Autos von größter Bedeutung. Bei Virtual Reality-Erlebnissen spielt die Latenzzeit auch eine wichtige Rolle. Denn wenn eine Anwendung auf die Bewegungen des Users verzögert reagiert, wirkt das Erlebnis weniger real.

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IT-Themen von morgen anschaulich präsentiert

Der Messeauftritt der Deutschen Telekom bot noch viele weitere Showcases und Themen, die sich vor allem mit der 5G-Technologie und ihren Möglichkeiten auseinandersetzten. Drei davon erscheinen besonders interessant:

Anhand einer vernetzten Carrera-Bahn demonstrierte die Deutsche Telekom, wie sich mithilfe von 5G Augmented Reality und Position Tracking schneller und damit reeller gestalten lassen: Die von Sensoren erfassten Daten müssen oft lokal berechnet werden. Wenn die lokale Rechenpower nicht ausreicht, führt dies zu einem schlechteren AR-Erlebnis. Über ein 5G-Netz können viele Aufgaben in eine Cloud-Infrastruktur ausgelagert werden.

Dem Thema Bots und Artificial Intelligence (AI) verlieht „Tinka“ ein konkretes Aussehen. Die virtuelle Assistentin versieht auf der Website von T-Mobile Austria schon seit längerer Zeit ihren Dienst. Mittlerweile chattet sie mit monatlich 50.000 Kunden und beantwortet 120.000 Fragen von T-Mobile Kunden. Seit kurzem steht sie auch im Facebook Messenger zur Verfügung. Tinka ist Ausdruck dafür, wie sich mit AI das Kundenservice verbessern lässt.

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Mit Well-Fi hat die Deutsche Telekom eine Lösung im Portfolio, die dem Kunden immer die beste WLAN-Versorgung bieten soll. Nicht immer bietet der eigene Router im Wohnzimmer die beste Verbindung. Mit Well-Fi kann sich der User auch in einen anderen eigenen oder sogar den eines Nachbarn einwählen. Völlig automatisch, versteht sich. Bei Well-Fi steht immer die beste Signalversorgung im Vordergrund. Well-Fi erfordert im Hintergrund ein zentrales Netzmanagement, das dafür sorgt, dass eine unmerkliche Signalübergabe einwandfrei funktioniert.

News, Hintergründe und Showcases gab es zudem auch zu den Themen e-SIM, Smart Fashion, Smart City, M2M, Internet der Dinge, NarrowBand-IoT und dem Aufbau des paneuropäischen Netzes „Pan-Net“.

Fazit Mobile World Congress 2017

Den Mobile World Congress bringt man oft nur mit neuen Handymodellen oder anderen smarten Devices in Verbindung. Das tatsächlich revolutionäre ist indes oft unsichtbar und wird von den Medien oft gar nicht aufgegriffen. Bei 5G handelt es sich um einen echten Game-Changer. Die Deutsche Telekom und damit auch T-Mobile Austria nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Auf dem Mobile World Congress 2017 ist es dem Konzern gelungen, der neuen Technologie und ihren Möglichkeiten ein Gesicht zu geben.  

 

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