135x10_tmobile_claim.png

Blog abonnieren

Statt dem Portemonnaie werden die Konsumenten in Zukunft immer öfter das Handy zücken, um zu bezahlen. Jupiter Research geht in einer Untersuchung davon aus, dass die Mobile Payment Transaktionen von weltweit 1,6 Milliarden in diesem Jahr auf 2 Milliarden im Jahr 2017 steigen werden.

Diese Zahlen betreffen lediglich die Transaktionen über Smartphones und Tablets und somit nur einen Teil des sehr vielseitigen Mobile Payment Marktes. Hier finden Sie eine Übersicht über die derzeit interessantesten mobile Payment Anbieter bzw. Lösungen.

Mobile Payment ist vieles

Allein in Österreich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, etwas mit dem Handy zu kaufen. Mittels Mehrwertnummern oder SMS kann der Handynutzer etwa Parkscheine, Spiele, Filme oder Klingeltöne kaufen und über seine Handyrechnung bezahlen. Unternehmen wie Dimoco oder auch ATMS bieten spezielle maßgeschneiderte Lösungen für Unternehmen an.

Kostenloses Whitepaper Cloud Services - jetzt herunterladen!

Paybox startete bereits im Jahr 1999 mit dem Verkauf von Tickets für die ÖBB übers Handy. Heute stehen Paybox-Nutzer über 3.000 Stellen offen, um zu bezahlen. Angefangen von Snacks oder Zigarretten aus dem Automaten, über die Taxirechnung bis hin zu Online Shops und stationären Geschäften. Das Service ist für den Nutzer in einer Grundversion kostenlos und mit jedem Handy und über jedes österreichische Mobilfunknetz nutzbar. Der Kunde bekommt beim Bezahlen einen automatischen Anruf (PIN-Call), gibt seinen PIN ein und der Einkauf wird von seinem Bankkonto abgebucht.

Die Möglichkeit, mobil zu bezahlen, offerieren auch noch weitere für Österreich relevante Zahlungsdienstleister. Etwa Clickandbuy oder Paysafecard.

Der Siegeszug des Smartphones bringt sowohl die Finanzdienstleister als auch völlig neue Player wie Google, Apple und selbst Facebook dazu, an noch einfacheren Bezahlsystemen zu arbeiten.

Drei Innovationen aus Österreich

Drei junge Unternehmen aus Österreich wollen auch am Mobile Payment Markt mit ihren Lösungen mitmischen.

Veropay ermöglicht das Bezahlen via Barcodes. Der User gibt an der Kassa seinen Sicherheits-PIN ein. Es erscheint ein so genannter Blue-Code am Display, den der Konsument an den Handyscanner der Kasse hält. Und schon ist der Betrag beglichen. Händler wie Hartlauer, Billa, Merkur oder M-Preis bieten Veropay als Bezahloption bereits an. Derzeit gibt es die App für iOS und Android.

Die Wiener Entwicklerfirma Kadeno hat kWallet entwickelt. Das System, derzeit auf iPhones beschränkt, ist denkbar einfach: Will etwa ein Restaurantgast bezahlen, startet er die App und hält sein Gerät gegen ein Terminal, Tablet oder anderes iPhone. Es erscheint ein Betrag und mit einem Fingertipp ist die Rechnung bezahlt. Das System befindet sich in der Betaphase – einige Geschäfte und Restaurants im siebten Wiener Gemeindebezirk akzeptieren kWallet schon als Zahlungsmittel. Die Datenübertragung zwischen den Geräten erfolgt über Bluetooth, ist aber auch „NFC-ready“.

Nexperts aus Oberösterreich bietet mit Wallegro eine Online-Geldbörse an, die auch Ordnung ins Kundenkarten-Chaos bringen soll. Denn mittels Android-App lassen sich die Karten ganz einfach einscannen und übers Smartphone nutzen. Bezahlt wird über NFC, so wie mit den neuen NFC-fähigen Bankomartkarten auch. Hinhalten, bestätigen bzw. bei Beträgen über 25 Euro mit einem Code freigeben.

300 verschiedene Formen von Mobile Payment

Ob und wie sich diese drei Modelle am heimischen oder auch internationalen Markt durchsetzen, ist heute schwer abschätzbar. Die Konkurrenz ist groß, etwa 300 verschieden mobile Bezahlsysteme sind derzeit weltweit in Verwendung.

Apple Pay ist derzeit jener mobile Bezahl-Mechanismus, der Experten zufolge die höchste Chancen hat, sich weltweit durchzusetzen. Das Bezahlsystem ist seit Herbst 2014 in den USA verfügbar. Es funktioniert mit NFC und der App Passbook. Der Benutzer muss jeden Zahlungsvorgang mit seinem Fingerabdruck auf dem iPhone identifizieren. Apple Pay ist also nur mit dem neuesten iPhone-Modell 6 nutzbar. Der Konzern aus Cupertino arbeitet mit Visa, American Express und MasterCard zusammen und kooperiert mit großen Ketten wie McDonalds oder Macy's.

Die US-Kunden nehmen das Bezahl-System bisher gut an, wie der Marktforscher ITG berichtete. Bereits im November 2014, im ersten vollen Monat der Verfügbarkeit von Apple Pay, repräsentierten die über den neuen Bezahl-Mechanismus getätigten Transaktionen 1 Prozent des Mobile-Payment-Volumens der USA.

Der Kampf um die Geldbörse

Google ist bereits 2011 mit einem ähnlichen, für Android-Geräte konzipierten System, an den Start gegangen: Google Wallet. Der durchschlagende Erfolg blieb bis dato aus. Die Konsumenten nutzen Google Wallet oft im Google Play Store – selten aber beim Bezahlen im stationären Handel.

Ein Joint Venture von AT&T, T-Mobile and Verizon offeriert mit der Softcard ebenfalls eine kontaktlose Bezahl-Lösung über Smartphones (Android und Windows) an. Laut Medienberichten will Google Softcard übernehmen, um so an wichtige Patente zu kommen und wichtige Mobilfunkbetreiber an Board zu haben.

Neben Apple und Google mischen noch weitere gewichtige Akteure mit. Etwa der koreanische Elektronikkonzern Samsung, der an Samsung Pay arbeitet. Branchenbeobachter sagen Facebook Ambitionen für ein mobiles Payment-System nach – im Programmiercode der neuen Messanger-App finden sich Hinweise darauf. Twitter wieder offeriert seit Herbst letzten Jahres einen eigenen Bezahldienst. Der Online-Zahlungsspezialist Paypal sowieso.

Wie stark der Druck am Markt für neue Mobile Payment Lösungen ist, zeigt der jüngst Schritt von Amazon. Kürzlich hat der Online-Händler seine Mobile Payment Ambitionen beendet und Amazon Wallet eingestellt.

Banken bessern ihr Angebot nach

Die Finanzdienstleister selbst bleiben angesichts der wachsenden Konkurrenz nicht untätig. Ein Beispiel aus Österreich: Die Erste Bank hat kürzlich „Georg“ auf den Markt gebracht. Diese App für Android und iOS soll das Online-Banking für Kunden vereinfachen. Georg ist aber keine Mobile Payment Lösung. Dafür gibt es die NFC-fähigen Bankomatkarten, die die Banken seit Herbst 2013 in Österreich ausgeben.

Fazit mobile Payment Anbieter bzw. Lösungen

Mit Bargeld zu zahlen ist einfach, mit Kreditkarte ebenso und NFC mit Karte ist für den User auch sehr bequem. Mit Smartphone zu bezahlen muss Kunden echten Mehrwert haben. Denn sonst lässt er sich nicht von Apple, Google oder welchen Anbietern auch immer ins Geldbörsel schauen. Dies sollten Händler bedenken, wenn sie Mobile Payment als Bezahloption einführen wollen.

Wie ein Mehrwert aussehen kann, zeigt das in einigen Ländern Afrikas sehr populäre mobile Bezahlsystem M-Pesa. Es ersetzt Bankkonto, Kreditkarte und durch die Prepaid-Funktion sogar Bargeld. Es funktioniert über verschlüsselte SMS. In Gebieten, in denen es kaum Bankfilialen oder Geldautomaten gibt, bietet M-Pesa also gleich eine ganze Reihe von Vorteilen.

Holen Sie sich jetzt unser kostenloses Whitepaper:

Whitepaper M2M in der Praxis

 

Kommentare zu diesem Beitrag.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare. Jetzt Kommentar verfassen.
Webinar mobiler Datenschutz-079312-edited.jpg
14.08.2017 in Videos

Webinar-Aufzeichnung: Datenschutz auf mobilen Endgeräten

Mit Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung in ganz Europa in Kraft. Gemeinsam mit unserem Partner Seven Principles präsentieren wir Ihnen eine Mobile Device Management Lösung, die Ihre sensiblen Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Bearbeitung am Endgerät schützt.