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5 IoT Case Studies liefern Ideen für Ihre Digitale Transformation

Autor Marcel Henrich am 7.11.2017

In M2M, Digitale Transformation, Internet of Things, Erfolgsgeschichten

IoT Case Studies

Sehr konkret wird die Digitale Transformation, wenn Sie diese IoT (Internet der Dinge) Case Studies anschauen. IoT ist eine Schlüsseltechnologie um Prozesse zu automatisieren oder sogar neue Geschäftsmodelle zu realisieren. 

In diesem Beitrag stellen wir 5 IoT Case Studies vor, die sich in der Praxis bereits bewährt haben. Bei Certuss geht es um vorrauschaunde Wartung. Schmitz Cargobull optimiert mit IoT Logistikprozesse. Die Automaten von Würth befüllen sich selbstständig und liefern Ersatzteile auch außerhalb der Betriebszeiten.  Konica Minolta hat mit IoT überhaupt ein neues Businessmodell geschaffen und bei AGILOX Services kommunzieren Transportroboter über IoT. 

 

1. Immer unter Dampf

Dampferzeuger von Certuss sind in 90 Branchen im Einsatz: auf Motorenprüfständen, zur Befeuchtung in Klimaanlagen, in Hotelwäschereien, bei der Produktion von Kosmetik oder auch zum Garen von Brühwürstchen in der Fleischverarbeitung. Sensoren messen bis zu 60 Parameter wie Dampfdruck, Wasserstand, Temperatur oder Verbrennungszustand.

Die gesammelten Daten sendet ein im Automaten verbautes Gateway mit SIM-Karte verschlüsselt über das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom in die Cloud der Dinge, wo die Daten analysiert werden.

Das Ziel: eine vorausschauende Wartung, die nicht an feste Service-Intervalle gekoppelt ist, sondern dann erfolgt, wenn sie wirklich nötig ist. Dies reduziert Kosten und Stillstandszeiten. Bei Ausfällen oder wenn Grenzwerte überschritten werden, schlägt das System Alarm, sodass der Hersteller sofort überprüfen kann, ob sich das Problem per Fernwartung lösen lässt oder ein Service-Techniker losgeschickt werden muss. Auch dies verbessert die Betriebseffizienz.

Nicht zuletzt ermöglicht die Auswertung der Nutzungsdaten zudem, die Kessel besser an das Nutzungsprofil des Kunden anzupassen, um eine größere Energie-Effizienz zu erreichen. Das Service-Angebot des Herstellers sichert dem Kunden höhere Verfügbarkeit und geringere Betriebs- und Wartungskosten, also einen betriebswirtschaftlich quantifizierbaren Vorteil. Certuss profitiert von der höheren Kundenbindung und stärkt seine Position im Wettbewerb.

2. Anhänger an der langen Leine

Schmitz Cargobull produziert im Münsterland Anhänger und Aufbauten für die Transportbranche. Mit der Digitalisierung erweiterte der Hersteller sein Angebot um TrailerConnect, eine eigene Telematikanwendung.

Diese hat vielfältige Aufgaben: Kunden können darüber die Trailer orten und daraus genaue Voraussagen über die Ankunftszeiten ableiten. Die Lösung überwacht aber auch den Status von Klappen und Türen der Trailer, meldet den Reifendruck, die Temperatur von Kühltransportern sowie den Füllstand des Kühlaggregats und schlägt Alarm, wenn Diebe sich am Trailer zu schaffen machen.

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Die Daten werden von einem Steuerungsmodul übertragen, das eine M2M-SIM der Deutschen Telekom und einen GPS-Empfänger vereint. Nach der sicheren Übertragung im Mobilfunknetz werden die Daten im Hochsicherheits-Rechenzentrum gesammelt und verknüpft, um sie den Kunden dann über ein Service-Portal zur Verfügung zu stellen.

Für die Spediteure ergeben sich niedrigere Betriebskosten und eine effizientere Nutzung der Fahrzeugkapazitäten, weil weniger Wartezeiten rund um Be- und Entladezeitfenster entstehen. Die Disposition hat dank Echtzeitdaten von Standorten und Entladezeiten die Möglichkeit, zusätzliche Frachten aufzunehmen, so dass der Laderaum besser genutzt und Leerfahrten vermieden werden.

Der Trailerhersteller managed aber nicht nur die eigenen Anhänger: Inzwischen bietet er Sensoren und die Datenfunkmodule auch als Nachrüstung für Trailer von Wettbewerbern an. Damit kann die Telematikanwendung als herstellerübergreifende Service-Plattform genutzt werden.

3. Schrauben und Dübel rund um die Uhr

Würth ist Spezialist für Montage- und Befestigungsmaterialien, mit einem Portfolio von rund 100.000 Artikeln, von Schrauben und Dübeln über Werkzeuge bis zu chemisch-technischen Produkten und Arbeitsschutz.

Inzwischen beliefert das Unternehmen seine Kunden nicht einfach nur mit Produkten, sondern betreibt auch Automaten, die eine Versorgung der Mitarbeiter außerhalb von Lageröffnungszeiten ermöglicht. Zum Service gehört die automatische Auftragserfassung und die Rechnungsstellung, ein Nachfüllservice sowie Auswertungen für den Kunden, welche Produkte wie häufig benötigt werden, um das Automatensortiment zu optimieren.

Die Daten über die entnommenen Waren und Werkzeuge funkt der Automat per M2M-SIM im Mobilfunknetz von T-Mobile Austria an eine zentrale Plattform, von wo aus die Kundenservices gemanaged werden. T-Mobile unterstützte die konzeptionelle und technische Entwicklung der Automaten mit ihrem Beratungs-Know-how.

4. Rettung für Drucker frühzeitig auf dem Weg

Konica Minolta Business Solutions Austria ist ein Druckerhersteller – eigentlich. Doch mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet inzwischen der Service-Bereich. Den größten Teil davon machen Managed Print Services (MPS) aus, also ein Geschäftsmodell, bei dem die Hardware nicht mehr verkauft, sondern gegen Gebühr beziehungsweise auf Basis eines Seitenpreises zur Verfügung gestellt wird.

Mit der MPS-Vereinbarung sichert Konica Minolta eine hohe Geräteverfügbarkeit zu. Es muss also immer genügend Toner vorhanden sein, auch technische Defekte müssen schnell behoben werden. 13.000 Drucker in Österreich hat Konica Minolta per M2M-Kommunikation bereits vernetzt, angestrebt werden 32.000 Geräte.

Zwar sammelt der Hersteller auch Daten, die der Forschung und Entwicklung dienen. Von höchster Bedeutung sind jedoch Fehlermeldungen, die Ausfälle anzeigen oder ankündigen. Diese kommen schnell und zuverlässig an.
Geschäftsführer Johannes Bischof macht die Bedeutung für das Geschäftsmodell deutlich: „Dank M2M sind wir schon auf dem Weg zum Kunden, bevor dieser eine Fehlermeldung am Gerät überhaupt erkennt. Das erhöht die Qualität unserer Services enorm“ zeigt er sich zufrieden. Erst mit der M2M-Kommunikation sei es möglich gewesen, die Managed Print Services stark zu erweitern.

5. Schwärmen für intelligenten Transport

Aus Automatic Guided Vehicles wurden bei AGILOX Services Intelligent Guided Vehicles (IGV), das sind intelligente fahrerlose Transportsysteme, die sich innerhalb eines Lagers oder einer Produktionshalle selbstständig fortbewegen, ohne die bislang benötigte Infrastruktur wie Leitlinien oder Magnetpunkte. 

Dank ihrer eingebauten Intelligenz finden sie selbstständig ihren Weg und umfahren alle Hindernisse. Auch bei der Wahl der Aufträge sind die Transporter ungewöhnlich selbstständig. Die werden nämlich per Schwarmintelligenz unter den Transportrobotern aufgeteilt. Dazu kommunizieren die Transportroboter per M2M-Kommunikation im LTE-Netz.

Auf dem gleichen Weg funktioniert auch das Management der IGV: wie die großen Brummis auf der Straße hängen sie an einer Fleet-Management-Lösung. Über das Portal können Kunden die Transportaufträge verfolgen, Ausfälle überwachen, anstehende Wartungsarbeiten erkennen und bei Spitzenauslastungen auch zusätzliche Fahrzeuge zur Flotte hinzufügen.

Die verbauten SIM-Karten funken in ganz Europa, auch über Ländergrenzen hinweg, und künftig zusätzlich in Nordamerika. Dabei nutzen sie nicht die Infrastruktur des Kunden, sondern senden verschlüsselt über ein VPN-Netz. Für AGILOX als weltweit agierendem Intralogistik-Anbieter waren diese Funktionen ein entscheidendes Plus bei der Wahl des Providers.

Fazit IoT Case Studies 

Welche Prozesse können in Ihrem Unternehmen mit Hilfe von  IoT automatisiert und so effizienter werden? Könnten Sie eventuell mit Hilfe von IoT auch völlig neue Services entwicklen wie es Konica Minolta vorzeigt? 

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