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Das Internet of Things (IoT) ist keine Zukunftstechnologie, die in vielen Jahren einmal zur Verfügung steht. Ganz im Gegenteil. Bereits seit “Gestern” können Sie mit IoT Ihr Unternehmen digitalisieren.

Sie müssen Ihr Unternehmen dafür gar nicht auf den Kopf stellen. Schritt für Schritt können Sie Ihre Geschäftsprozesse mit Hilfe von IoT schneller und effizienter machen. Natürlich geht es nicht immer nur um schneller und effizienter. Sehr oft geht es auch um völlig neu und ganz anders. Etwa wenn Sie ein ganz neues Geschäftsfeld auf dem Internet der Dinge aufbauen.

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Wesentlichen rund um IoT. Was das Internet der Dinge eigentlich ist, was Sie dazu brauchen und vor allem geht es um ein paar strategische Gedanken bevor Sie mit einem Digitalisierungsprojekt starten.

Was ist das Internet of Things?

In aller Kürze lässt sich der Begriff wie folgt definieren: Das Internet der Dinge (Internet of Things/IoT) ist ein System von miteinander verbundenen Geräten, mechanischen und digitalen Maschinen, Objekten, Menschen oder Tieren, die mit einer eindeutigen Kennung zu ihrer Identifikation und mit der Fähigkeit ausgestattet sind, Daten über sich selbst und ihre Umwelt innerhalb eines offenen Netzwerks auszutauschen, ohne dass dazu eine Mensch-zu-Mensch oder Mensch-zu-Maschine-Interaktion notwendig ist.

In diesem Sinne erweitert das Internet der Dinge den Teilnehmerkreis an Geräten mit einer Verbindung zum Internet von Desktop-Computern, Laptops, Smartphones und Tablets auf jedes von Menschen geschaffene oder natürliche Objekt, das Sie sich vorstellen können. Was heute schon das smarte Heizungsthermostat oder der intelligente Kühlschrank ist, kann morgen Ihre Schuheinlage, eine Zahnpastatube oder der Kugelschreiber sein.

Nach und nach werden sich die Lücken zwischen der realen und der digitalen Welt schließen. Denken Sie darüber nach, was es für Ihr Business bedeuten würde, wenn Sie Ihre Produkte oder Dinge, die an Ihrer Dienstleistung oder Ihren Geschäftsprozessen mitwirken, einfach und kosteneffizient intelligent und kommunikationsfähig machen könnten.

Ermöglicht wird IoT durch das günstige Zusammentreffen von drei wegbereitenden Technologien unserer Zeit: der drahtlosen Kommunikation, der Mikrosystemtechnik und dem Internet. In den kommenden Jahren werden immer mehr Geräte und Gegenstände so ausgestattet sein, dass sie automatisch Daten über das Internet versenden und empfangen können. Schon heute sind viele Experten überzeugt, dass sich das Internet of Things an der Schwelle zu einer neuen innovativen Entwicklung mit großem Potenzial für verschiedene Märkte befindet. 

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Die produzierende Industrie (Stichwort: Industrie 4.0), das Transport- und Logistikwesen sowie die moderne Landwirtschaft sind Beispiele für Wirtschaftszweige, die bereits fortgeschrittene Erfahrungen mit der Anwendung von IoT Konzepten machen. Aber das Internet of Things kann noch viel mehr. In dem Beitrag "M2M: Machine-to-Machine schnell und einfach erklärt" wird der Zusammenhang zwischen Maschine-zu-Maschine-Kommunikation und dem Internet der Dinge hergestellt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich M2M ausschließlich mit der Kommunikation zwischen Maschinen und gegebenenfalls einer zentralen Leitstelle in einem geschlossenen Netzwerk befasst, und somit sowohl einen Vorgänger als auch ein Kernkonzept des Internets der Dinge darstellt.

Aber IoT umfasst eben alle erdenklichen Objekte, nicht nur Maschinen, und verfolgt wie das Internet den Gedanken eines mehr oder weniger offenen Netzwerks. Exemplarische IoT Anwendungen finden sich heute vor allem rund um das Thema Smart City. Aber in Zukunft wird sich allmählich jeder Lebens- und Arbeitsbereich in irgendeiner Weise durch das Internet der Dinge verändern.

Der IoT Zahlen-Check

Mit dem Internet der Dinge werden imposante Zahlen in Verbindung gebracht. Hier ist eine kleine Auswahl:

  • 6,4 Milliarden „Dinge“ sind heute über das Internet miteinander vernetzt, bis 2020 soll diese Zahl auf 25 Milliarden steigen.
  • Das Internet der Dinge könnte im Jahr 2025 weltweit zu einem wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu 11,1 Billionen Dollar führen.
  • Die Fernwartung von vernetzten Aufzügen bringt 30 Prozent weniger Technikereinsätze.
  • 40 Prozent des innerstädtischen Verkehrs gehen auf Parkplatzsuchende zurück. Das Internet of Things wird helfen, diese Zahl deutlich zu reduzieren.  

Strategische Überlegungen vor dem Start mit IoT

Bevor Sie mit der digitalen Transformation Ihres Unternehmens starten, überlegen Sie sich folgende Punkte.

  1. Mit kleinen Projekten starten: Die oben genannten Zahlen könnten Sie rasch überwältigen. Fokussieren Sie sich zu Beginn nicht auf die Revolution Ihres gesamten Businesses. Starten Sie mit kleinen Projekten und lernen Sie dabei. Eventuell ist ein guter Start bestimmte Maschinen von der Ferne aus zu überwachen, um Ausfallszeiten zu vermeiden. Oder Sie statten Ihren Fuhrpark mit Sensoren aus, sodass Sie immer Kontrolle über Ihre Fahrzeuge haben.
  2. Die bestehenden Systeme besser nutzen: Wie sagt man so schön: Nicht mit dem Badewasser das Baby ausschütten. Achten Sie darauf die bestehenden Systeme mit IoT besser zu nutzen. IoT Komponenten haben genormte Schnittstellen mit denen Sie Daten leicht in bestehende Systeme integrieren können. Zum Beispiel könnten Sie Maschinendaten in Servicereports einfließen lassen.
  3. Kleine Änderungen mit großen Auswirkungen: Suchen Sie Probleme, wo Sie mit kleinen Änderungen große Auswirkungen erreichen können. Zum Beispiel hat die Fa. Hagleitner, ein Hersteller von Hygieneprodukten begonnen, seinen ausgelieferten Seifenspendern Sensoren mit auf den Weg zu geben. Die Informationen über den Füllstand ergeben einen riesengroßen Kosten- und Effizienzvorteil wenn es um die regelmäßige Wiederbefüllung geht.
  4. Apropos Effizienzsteigerung: Als so genannte “low hanging fruit” (leicht erreichbare Frucht) hat sich bei IoT die Effizienzsteigerung herauskristallisiert. Wie oben schon genannt verspricht z. B. die Fernwartung von Aufzügen 30% weniger Technikereinsätze.  Es liegt einfach auf der Hand, wenn Maschinenteile genau dann getauscht werden bevor die Maschine steht, dass das gut für den effizienten Betrieb und auch gut für niedrigere Wartungskosten ist.
  5. Unterstützen Sie Innovationen: Auch wenn Experten raten die ersten Schritte im Bereich von Verbesserungen zu setzen denken Sie auch an Innovationen. Welche Assets haben Sie in Ihrem Unternehmen, die sinnvoll miteinander vernetzt werden können - welche völlig neuen Businessmodelle oder Services würden sich daraus ergeben?
  6. Eine “agile” Vorgangsweise zulassen: “Agile” ist mehr als ein Trend. Nicht nur bei IT-Projekten, mittlerweile auch im Marketing und fast allen Unternehmenbereichen wird eine Vorgangsweise gewählt, der kein starrer Plan zu Grunde liegt. Nur die jeweils nächsten Schritte werden geplant und umgesetzt. So kann viel besser auf neue Situationen reagiert werden. Bei einem IoT Projekt ist alles neu, daher ist diese Vorgangsweise optimal.  
  7. Laufendes Monitoring: Die gute Nachricht bei jeder Art der Digitalisierung ist, dass Sie für jeden Schritt immer Daten zur Verfügung haben. Das Sammeln und Auswerten erzeugt meist keine zusätzlichen Kosten. Laufendes Monitoring und Optimieren führen zum Erfolg.
  8. Mit Daten zur Transformation: Vermeiden Sie jeden Blindflug. Letztlich sollten Ihnen die Daten, die Sie laufend sammeln und auswerten den Weg zur Transformation Ihres Unternehmens zeigen. Ob sich zum Beispiel die Fernwartung einer Maschine rechnet müssen die Daten ergeben.
  9. Mit den richtigen Partnern arbeiten: IoT Projekte haben viele Variablen. Suchen Sie sich daher Partner mit Erfahrung und profitieren Sie davon. Wie zu Beginn ausgeführt, ist IoT nicht wirklich neu. Es gibt Unternehmen die schon einige Jahre Projekte auf diesem Gebiet umsetzen. Sie müssen nicht alle möglichen Fehler selber machen.

Was Sie für das Internet der Dinge brauchen

Mit einer IoT Box realisieren Sie ohne großen Aufwand Ihre individuellen Digitalisierungs-Projekte. Verbinden Sie Ihre Gegenstände, Geräte und Sensoren und übertragen Sie die gewonnenen Daten über Mobilfunk in ein Cloud-System. An einer Datenschnittstelle stehen Ihnen die Informationen zur Verarbeitung und Integration in andere Systeme, Websites oder Apps zur Verfügung. Eine IoT Box besteht aus einem Developer Board mit integrierter M2M-SIM-Karte, mehreren Ein-/Ausgängen und Bluetooth-Smart-Schnittstelle, einem Online Portal sowie einer RESTful API.

Mehr über den Start mit dem Internet der Dinge lesen Sie in unserem Beitrag: Mit Bier und IoT-Box ist der Einstieg ins Internet der Dinge einfach.

Fazit Internet of Things

Die IoT Idee ist nicht wirklich neu. Seit einigen Jahren nutzen Unternehmen dieses Konzept um durch die Digitalisierung von Maschinen oder anderen Objekten Kosten zu sparen und deren Leistungen zu steigern, aber auch um völlig neue Geschäftsmodelle auf die Beine zu stellen. Einige strategische Überlegungen, die wir in diesem Beitrag aufgelistet haben, können den Weg für Ihr erstes IoT Projekt ebnen. Der technologische Einstieg ist mit Hilfe der IoT Box sehr einfach geworden.

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