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Wäre das Internet ein Land, so hätte es den weltweit sechstgrößten Stromverbrauch. Der Energiebedarf wächst dank Cloud-Computing und Internet der Dinge (IoT) überdurchschnittlich stark an. Gleichzeitig hilft das Web auch der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft dabei, den Energiebedarf und somit die Emissionen zu reduzieren. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag über 9 Fakten, die Sie über das Internet als Stromverbraucher wissen sollten.

1) Drei Stunden Licht für einen Monat Web-Recherche

Wenn Sie eine Suchanfrage bei Google eingeben, dann verbrauchen Sie etwa 0,0003 Kilowattstunden. Das ist zunächst einmal fast nichts. Ein durchschnittlicher Web-User verbraucht für seine Web-Recherchen im Monat etwa jene Energiemenge, die eine 60 Watt Glühbirne in drei Stunden benötigt.

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Angesichts der etwa 58.000 Suchanfragen, die jede Sekunde an Google gestellt werden, ergibt sich daraus schon eine ganze Menge an Energie. Bekanntlich suchen die Web-User ja nicht bloß, sondern klicken pro Sekunde auf 67.500 YouTube-Videos, versenden etwa 2,5 Millionen E-Mails und machen sonst noch allerlei, das Energie benötigt.

2) Web ist der sechstgrößte Stromverbraucher der Welt

Wäre das Internet ein Land, so hätte es den weltweit sechstgrößten Stromverbrauch, so berichtete eine Untersuchung von Greenpeace aus dem Jahr 2014. Laut einer 2014 erschienenen Studie der Universität Gent soll die Informations- und Kommunikationstechnologie etwa fünf Prozent des globalen Stromverbrauchs benötigen.

3) Stromverbraucher gliedern sich in vier Gruppen

Um den Energieverbrauch des Webs und deren Entwicklung besser zu verstehen, ist es sinnvoll den Stromverbrauch genauer zu analysieren. Die Energieverbraucher gliedern sich dabei grob in vier Gruppen:

  • PCs, Laptops, Handys, Tablets oder auch Spielkonsolen
  • Die Server in den Daten- und Rechenzentren
  • Die Mobilfunkstationen und Router der Kommunikationsnetze
  • Die Herstellung der für die drei oben genannten Gruppen benötigten Hardware

4) Technologie erhöht Energieeffizienz von Rechnern und Web

Der technologische Fortschritt hat Computer nicht nur schneller sondern auch energieeffizienter gemacht. In den 1950er-Jahren könnte man mit einer Kilowattstunde Strom etwa zehntausende Operationen ausführen. Ein moderner Laptop schafft mit der gleichen Menge an Energie heute eine Billiarde. Wie sehr Technologie Energie auch in der Infrastruktur einsparen kann, zeigt sich anhand des T-Mobile-Netzes. Dies transportierte im Jahr 2010 etwa 5.000 Terabyte an Daten. Im Jahr 2015 waren es bereits 70.000 Terabyte. Die Datenmenge ist demnach um 1.485 Prozent gestiegen. Der Stromverbrauch hat sich innerhalb dieser fünf Jahre allerdings nur um 8,2 Prozent erhöht. Anders ausgedrückt: T-Mobile konnte den Stromverbrauch pro übertragenem Gigabyte um 93 Prozent senken.

5) Energiehunger des Web wächst doppelt so schnell wie der Durchschnitt

Trotz der enormen technologischen Weiterentwicklung wird der Energiebedarf des Webs auch in Zukunft um etwa sieben Prozent jährlich steigen.  Das ist doppelt so viel wie das Wachstum des Strombedarfes weltweit. Eine vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beim Fraunhofer Institut in Auftrag gegebene Studie untersuchte diesen Trend für Deutschland. Demnach steigt der Bedarf von Rechenzentren und Telekommunikationsnetzen von 18 TeraWattStunden (TWh) im Jahr 2015 auf 25 TWh im Jahr 2025.

6) Cloud Computing braucht Energie

Der Trend, IT-Ressourcen aus der Cloud zu beziehen, führt zu einem erhöhten Energiebedarf des Netzes. Daten werden dabei nicht mehr auf eigenen Computern und Smartphones sondern in zentralen Rechenzentren gespeichert und verarbeitet. Dadurch erhöhte sich das Volumen der übers Web transportierten Daten enorm. Der Energiebedarf der IT-Infrastruktur steigt. Laut dem Clicking Green Report von Greenpeace aus dem Jahr 2014 verbrauchte das weltweite Cloud Computing damals schon mehr Strom als ganz Deutschland.

7) Internet der Dinge lässt Strombedarf weiter steigen

Um Dinge übers Web miteinander zu vernetzen, ist Energie notwendig. Einerseits benötigen die Sensoren und Kleinstcomputer selbst Strom. Andererseits wird das Datenvolumen durch IoT auch weiter ansteigen. Laut einer Untersuchung von Gartner wird sich Anzahl der weltweit vernetzten Geräte von knapp fünf Milliarden (Stand 2015) auf 20 Milliarden im Jahr 2020 vervierfachen. Eine Studie von Cisco  geht sogar von 50 Milliarden Geräten aus, die im Jahr 2020 weltweit miteinander vernetzt sein werden.

8) Grünes Cloud-Computing ist möglich

Der schon heute große und weiter steigende Energiehunger des Webs heißt nicht automatisch, dass Vernetzung auch Umweltverschmutzung bedeutet. Einige ganz große IKT-Unternehmen versuchen bereits, ihren Energiebedarf vollständig aus erneuerbaren Quellen zu decken. Apple gelang es eigenen Angaben zufolge bereits im Jahr 2015, immerhin 93 Prozent der eigenen Fabriken mit erneuerbarer Energie zu betreiben. Google hat angekündigt, im Jahr 2017 seine Rechenzentren und seine Büros zu 100 Prozent klimaneutral zu betreiben. Beide Unternehmen werden auch in der Studie „Clicking Green 2015“ von Greenpeace als Vorbilder genannt. Andere große IT-Konzerne wie Amazon oder Microsoft hinken dem Bericht zufolge hinterher.

9) IKT macht Ressourceneinsatz effektiver

Trotz des Energiehungers des Webs: Es ist immer noch klimafreundlicher, ein E-Mail zu versenden als einen Brief. Und es schadet der Umwelt weniger, eine Videokonferenz abzuhalten, als alle Teilnehmer an einen Ort fliegen zu lassen. Das Web eröffnet der gesamten Wirtschaft die Möglichkeit, umweltschonender zu arbeiten, und sitzt dabei an einem extrem langen Hebel. Laut der Studie SMARTer2030 wäre die IKT-Branche imstande, die weltweiten CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um ein Fünftel zu reduzieren. Das entspricht in etwa der siebenfache Menge, die die IKT-Branche selbst verursacht.

Fazit: 9 Dinge, die Sie über das Internet als Stromverbraucher wissen sollten

Aus der Perspektive der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes hat die zunehmende Vernetzung zwei Gesichter. Da wir immer mehr miteinander vernetzte Geräte verwenden, benötigen wir immer mehr Ressourcen dafür. Schließlich muss ein modernes IKT-Equipment hergestellt und betrieben werden. Dass es möglich ist, das Internet klimaschonend oder gar klimaneutral zu betreiben, zeigen Unternehmen wie Apple, Google oder auch das Unternehmen T-Mobile Austria, das bereits seit 2015 völlig CO2-neutral agiert.

Ungeachtet dessen hat das Internet und die gesamte IKT-Branche einen großen und sogar steigenden Hunger nach Energie. Auf der anderen Seite birgt die weltweite Vernetzung enorme Chancen, um Ressourcen zu schonen. Allein ein einfaches Telefonat erspart zumindest zwei Teilnehmern, physisch an einen gemeinsamen Ort zu reisen. Innovationen wie das Internet der Dinge bringen weitere Möglichkeiten, energieeffizienter zu arbeiten. Das Internet bzw. die gesamte IKT-Branche haben also durchaus das Zeug dazu, unser aller Ressourcenverbrauch in Zaum zu halten, und auch auf ein für die Erde verträgliches Maß zu reduzieren.

 

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