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Industry meets Makers 2017 startet mit 6 Briefings in die zweite Runde

Autor Marcel Henrich am 2.5.2017

In M2M, Digitale Transformation

Industry meets Makers 2017

Jeder von uns ist kreativ und hat gute Ideen. Ideen, die Firmen brauchen, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Das Projekt Industry meets Makers (IMM) hat es im letzten Jahr geschafft, Ideenhaber mit Unternehmen zusammenzubringen. Daraus sind binnen weniger Monate vielversprechende Konzepte, konkrete Produkte und einige Communities entstanden. Kürzlich gab IMM-Initiatorin Sandra Stromberger den Startschuss zur zweiten Auflage.

Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, welche Aufgaben Firmen wie Infineon, ABB, T-Mobile, Magna Steyr und andere mehr, der Makers-Community diesmal gestellt haben.

Eines von vielen Ergebnissen der ersten Auflage von Industry meets Makers (IMM) konnten die Besucher des Kick-Off-Events für den heurigen Durchgang am Dach der T-Mobile Austria Zentrale am Wiener Rennweg bestaunen: 19 smarte Hochbeete, schon mit kleinen Pflanzen bestückt, stehen dort. Das Startup Smartgreen Solutions von Manfred Czujan und Robert Veselka hat dort die kleine, sich selbst bewässernde und über eine App steuerbare Gartenanlage errichtet. Erst ein Jahr ist es her, dass sich Czujan und Veselka auf das damalige Briefing von T-Mobile Austria meldeten. Das Unternehmen suchte damals smarte Anwendungen für seine eben auf den Markt gebrachte IoT-Box.

Erste Auflage von IMM brachte 20 Projekte

„Wir brauchen Macher“, brachte es Werner Kraus, bei T-Mobile Austria Vice President Business & Wholesale, im hauseigenen, sehr gut gefüllten Konferenzsaal auf den Punkt. Und Ulrike Huemer, Chief Information Officer (CIO) der Stadt Wien ergänzte. „Makers werden in die Wertschöpfungskette noch viel zu wenig eingebunden. Das genau hat aber Industry meets Makers geschafft.“ Die Bilanz der ersten Auflage, nach Aussage der Initiatorin Sandra Stromberger selbst ein Experiment, kann sich jedenfalls sehen lassen: Angefangen von einer Aquaponik Farm mitten in Wien, über urbane Solarinseln zum Handyauflagen bis hin zu einem Schalter, der die reale Welt mit dem Internet verbindet, brachte die Zusammenarbeit zwischen Makern und Betrieben 20 Ergebnisse.

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Doch nicht nur das: Aus der Aufgabenstellung von Infineon bildet sich gar eine ganze Community, die sich mit der Anwendung und Weiterentwicklung von Drohnen beschäftigt. Stromberger: „Industry meets Makers bildet oft auch den Anfang für spätere Kooperationen.“ Kooperationen, aus denen dann dauernde Partnerschaften werden - sei es in Form von Praktika, Lehrstellen, Jobs oder auch Firmenkooperationen oder gar Beteiligungen. Bei Industry meets Makers ist eben vieles möglich und nur wenig undenkbar. 

4 Firmen sind schon zum zweiten Mal dabei

Es verwundert deshalb nicht, dass vier der sechs Unternehmen, die die Maker-Community schon im letzten Jahr  zur Lösung komplexer wie relevanter Probleme aufgerufen hatte, heuer wieder mit dabei sind. Der Chip-hersteller Infineon ist etwa ebenso ein „IMM-Stammkunde“ wie T-Mobile Austria, AIT und Copa-data. Die Unternehmen präsentierten dann der anwesenden Maker-Community bei diesem Kick-Off-Event ihre neuen Briefings:

1) Ideen für grünen Arbeitsweg

Infineon hatte nicht nur ein Briefing, sondern auch gleich ein paar Stoffsäckchen mit Makerkits zum Event mitgebracht. Diese sollten den Makers als Basis dienen, „E-Vehicles und Smart Accessoires für einen grüneren Arbeitsweg“ zu finden, wie Herbert Kommer und Benjamin Plank von Infineon betonten.  „Wir wollen dadurch kreative, begeisterungsfähige Köpfe finden, die die Probleme der Welt lösen wollen“, formulierten die beiden Infineon-Vertreter.

2)  Neue Impulse für Smart City

Sabine Lutz und Bernd Richter von Nokia Austria wiederum boten der Maker-Community den Zugang zu der firmeneigenen horizontalen Internet-of-Things-Plattform namens IMPACT an. „Wir suchen Ideen und Applikationen aus dem Bereich Smart City“, präzisierte Lutz. Mit dem Briefing wolle man sich auch an Hersteller von Sensoren und Devices wenden, die  Nokias IoT-Plattform verbinden wollen. Auf selbiger würde man den interessierten Makers einen eigenen Account einrichten und bei Bedarf auch technische Unterstützung bieten.

3) Anwendungen für IoT und Big Data

Das Briefing von T-Mobile und T-Systems fiel etwas aus dem üblichen Rahmen: „Wir haben das IMM-Format „gehijacked“: Unser Briefing stellt eigentlich ein eigenes IMM-Projekt innerhalb von IMM dar“, erläuterte Rainer Michael Semper, Partner Manager M2M bei T-Mobile. Um den Praxisbezug der Ergebnisse zu erhöhen, suchen beide Unternehmen andere Betriebe, die ein Problem aus dem Bereich IoT und M2M gelöst haben wollen.

IoT und M2M spielen für T-Mobile und T-Systems nämlich eine Schlüsselrolle: T-Mobile Austria ist innerhalb des Konzerns Deutsche Telekom M2M-Kompetenzzentrum für Europa und beliefert auch andere Schwesterngesellschaften mit M2M-Connectivity. Für T-Systems wiederum ist IoT zentrales Element der eigenen Strategie. Durch das ungewöhnliche Briefing konnten die beiden Unternehmen mit Magna Steyr dann auch schon den ersten Partner gewinnen.

Der Automobilhersteller mit Hauptsitz in Graz sucht nach einer Möglichkeit, das eigene fahrerlose Transportsystem technisch hinsichtlich Belastung und Verschleiß zu überwachen. Eine solche Lösung könnte dann die Basis für Predictive-Maintenance-Anwendungen sein.

4) Zeitvertreib für „Lenker“ autonom fahrender Autos

Manga Steyr beteiligte sich an IMM aber auch mit einem eigenen Briefing. Den Hintergrund dazu erläuterte Franz Mayr, Head of Innovation & Creativity Management bei Magna Steyr der Community so: Durch autonom fahrende Autos gewinne der Fahrer Zeit, die es zu nützen gelte. Von den Makers erwarte er sich nun Vorschläge und entsprechende Konzepte, wie man diese Zeit informativ, sportlich, lustig - ja zumindest anregend - nutzen könne. „Als Spielwiese steht der ganze Fahrzeuginnenraum zur Verfügung“, so Mayr. Aber auch Lösungen außerhalb davon, wie etwa Apps, wären willkommen.

5) Reale Modelle in 3-D-Darstellungen integrieren

Der „IMM-Wiederholungstäter“ Austrian Institute of Technologie (AIT) hatte wohl das konkreteste Briefing aller Unternehmen zu bieten. Was unter der Aufgabenstellung "Einbindung eines 3D-Modells in den Cesium Viewer“ zu verstehen sei, erläuterten Jan Peters-Anders und Giorgo Agugiaro recht anschaulich. Im Wesentlichen geht es darum, reale Modelle etwa von Bauwerken in existierende, virtuelle 3-D-Darstellungen - etwa die eines Grätzels - zu integrieren.

Denn die virtuelle 3-D-Darstellung von einem Gebäude bedeute ungleich mehr Aufwand, als davon ein Modell aus Holz Lego, Knetmasse oder Plastik anzufertigen. Die zu entwickelnde Lösung soll das Einscannen des realen Modells und die Darstellung im 3-D-Viewer schnell und einfach gestalten.  Doch wozu braucht man solche 3-D-Darstellungen der Wirklichkeit, die um Modelle von neuen Bauwerken oder auch Bepflanzungen ergänzt werden? Um zum Beispiel die Meinung der Bürger zu einem bestimmten Bauprojekt einzuholen, und sie dadurch an der Entwicklung des eigenen Umfeldes besser partizipieren zu lassen. Stichwort Smartizipate.

6) Briefing-Konsortium sucht intelligente Produktion

Etwas gedrängt wurde es dann auf der Bühne, als TELE Haase, ABB, Copa-data und Ikarus Security Software ihr gemeinsames Briefing vorstellten. Sie beauftragten die Makers mit der Entwicklung einer „Smart Electronic Factory of the Future“. Alle dazugehörigen Aspekte, wie etwa auch Raumplanung oder Anforderungen ans Personal, sind Thema des Briefings. Diese smarte Musterproduktionsanlage soll auf die Bedürfnisse von kleineren und mittleren Unternehmen ausgerichtet sein. Zudem soll sie erlauben, in Losgröße 1 zu produzieren. „Die Ideen, die wir suchen, können aber auch nur einzelne Teilbereiche wie etwa das Maschinenkonzepte behandeln“, betonte TELE Haase Regisseur Markus Stelzmann.

Fazit: Industrie meets Makers 2017

Wenn Unternehmen bloß im eigenen Saft schmoren, dann laufen sie Gefahr, von der Realität eingeholt und überrollt zu werden. Das kann übrigens Unternehmen jeder Größe passieren - siehe Kodak. Der einstige Fotoriese wollte partout nicht erkennen, dass die Zukunft des Fotos digital ist. Neue Ideen von außen sind ein wichtiger Rohstoff für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit jedes Unternehmens.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Wissen von Externen für den eigenen Betrieb anzuzapfen. Industry meets Makers ist eine davon. Dass sie sich bewährt hat, hat sie schon bewiesen. Ein Beweis davon ist mit der smarten Hochbeetanlage von Smartgreen Solutions direkt am Dach der Zentral von T-Mobile Austria zu bewundern.

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