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eSIM: Die moderne, effiziente SIM-Karte für IoT-Anwendungen

Autor Marcel Henrich am 13.6.2017

In M2M, Industrie 4.0, Digitale Transformation, Lösungen

esim

Egal ob Smartphone oder M2M-Anwendung – die SIM-Karte ist Herzstück unseres mobilen Lebens. Doch das wird sich schon bald ändern, denn sie wird virtualisiert. Die Zukunft heißt eSIM. Statt einer physischen Karte, die ins Gerät eingesetzt wird, ist die eSIM eine Kombination aus integrierter Software und speziellen Apps. Vor allem im Bereich des Internet der Dinge (IoT) wird die eSIM schon bald neue Maßstäbe setzen.

Herkömmliche SIM-Karten (Subscriber Identity Module) haben wesentlich zum Erfolg der Mobiltelefone bzw. Smartphones beigetragen. Allerdings weisen die herausnehmbaren SIM-Karten für den Einsatz im komplexen M2M- oder IoT-Umfeld Einschränkungen im Hinblick auf Robustheit, Flexibilität und Zuverlässigkeit auf. Um diese Beschränkungen zu überwinden, bieten eingebettete SIM-Karten oder embeddedSIM (eSIM) eine Reihe von Vorteilen.

Im Wesentlichen bietet die eSIM die gleichen Funktionen wie herkömmliche SIM-Karten, erlaubt aber im Gegensatz zu diesen jederzeit das Ändern von Betreiberprofilen aus der Ferne. eSIM ist ein weltweit anerkannter Standard, den Gerätehersteller und Telekommunikationsunternehmen unter dem Dach des Mobilfunkverband GSMA vereinbart haben. Eine individuelle Identifizierungsnummer (IMEI) ist vorgegeben, alle weiteren benötigten Daten lädt der Nutzer als Profil von einem Server des Providers und speichert sie auf der eSIM. Über dieses Profil erfolgt dann auch die Abrechnung der Dienste. Basis für diese eSIM-Funktionalität ist der Betrieb eines sogenannten Subscription Managements, welches die speziellen Rechte, Verantwortlichkeiten und Funktionalitäten festlegt.

Ideal für IoT: flexibler, robuster, effizienter

Laut dem Ericsson Mobility Report 2016 werden bis 2021 insgesamt 28 Milliarden Geräte eSIM-fähig sein – und mehr als die Hälfte davon werden Autos, Industriemaschinen sowie andere IoT-Geräte sein. Hier kann die eSIM gegenüber herkömmlichen SIM-Karten punkten. Einer der größten Vorteile ist, dass sie sehr kleine Abmessungen hat und im Gerät fest verbaut wird. Das bringt mit sich, dass sie bei Erschütterungen, großen Temperaturunterschieden und Staub wesentlich unempfindlicher sind und sehr viel länger störungsfrei eingesetzt werden können, als die herkömmlichen Plastikkarten.

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Diese Vorteile machen die eSIM zur idealen Wahl für M2M-Anwendungen, da sie versiegelt geliefert und direkt auf die Platine eines Geräts gelötet werden können. Darüber hinaus ist die Lebensdauer der eSIM mit mindestens zehn Jahren höher als die einer herkömmlichen SIM-Karte. Das heißt, dass eine eSIM während der Lebensdauer des Geräts üblicherweise nicht ersetzt werden muss. Weitere Vorteile der eSIM sind: 

  • eine Vereinfachung der Logistikprozesse bzw. Varianten-Reduktion in der Produktion (z.B. länderspezifische Festlegung des Netzbetreibers erst im Folgeschritt)
  • Komplexitäts- und Kostenreduktion für Kunden durch Einsatz und Einkauf einer SIM-Variante
  • zeitnahe Reaktion auf Veränderung des Produktlebenszyklus
  • zeitliche Unabhängigkeit über Profilfestlegung

Ein weiterer wichtiger Vorteil der eSIM ist die mechanische Sicherheit. Da die SIM direkt auf die Platine des Gerätes gelötet wird, ist es nahezu unmöglich, das Gerät so zu manipulieren, dass die SIM zu Missbrauchszwecken entnommen werden kann.

Vorreiter Vernetztes Fahrzeug

Vernetztes FahrzeugEin treibender Markt für die eSIM ist das Auto beziehungsweise der Trend Connected Car. Hier hat zum Beispiel die Europäische Kommission die eSIM für ihren fahrzeuginternen Notrufdienst eCall ausgewählt, der bei Neufahrzeugen in der Europäischen Union ab 2018 vorgeschrieben sein wird. Wenn beispielsweise der Fahrer bei einem Unfall das Bewusstsein verliert, setzt das Fahrzeug automatisch einen Notruf ab. Ein im Auto integriertes Mobilfunk-Modem ermöglicht aber auch weitere Dienstleistungen wie Live-Verkehrsinformationen, Internetanschluss und Fernassistenzsysteme.

Fazit: Die flexible eSIM passt perfekt für jede IoT-Lösung

Der stark wachsende Markt für M2M- oder IoT-Anwendungen bringt auch eine Optimierung der Mobilfunknetze mit sich. Der eSIM kommt hier eine bedeutende Rolle zu, da sie direkt in die IoT-Geräte verbaut wird und daher flexibler und robuster ist als herkömmliche, herausnehmbare Plastikkarten. Das bringt zahlreiche Vorteile für Hersteller und Mobilfunkbetreiber. Mit dem richtigen Mobilfunkpartner können Sie gemeinsam die Implementierung einer solchen eSIM Subscription Management-Lösung durchführen und so Ihre IoT-Lösung schnell und effizient umsetzen.

 

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