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Digitale Transformation: Technik und neue Geschäftsmodelle

Autor Marcel Henrich am 31.10.2017

In M2M, Industrie 4.0, Digitale Transformation

Digitale Transformation Technik Geschäftsmodelle

Die Digitale Transformation verändert Unternehmen auf vielfältige Weise. Sie müssen sich schneller den Marktveränderungen anpassen, die Anforderungen der Kunden stärker in den Mittelpunkt stellen, Arbeitsplätze an eine junge Generation anpassen, die mobile und flexible Arbeitsmodelle fordert.

Technologisch sind wir schon sehr weit. 8,4  Mrd. vernetzte Geräte soll es im Internet der Dinge (IoT) schon geben und bis 2020 sollen es sogar 20 Mrd. vernetzte Geräte sein. 

Ist damit die Digitale Transformaiton schon Realität? Nur zum Teil, denn die Technik ist nicht der Treiber der Entwicklung, sondern schafft nur die Voraussetzungen, auf Seiten der Fertigung ebenso wie auf Seiten der Produkte. Genau so wichtig wie die Technik sind aber Geschäftsmodelle, die die neue Technik nutzen. 

Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die technischen Voraussetzungen der Digitalen Transformation und zwei Beispiele für veränderte Businessmodelle.

Technische Voraussetzungen für die digitale Transformation

Eine wesentliche Technologie bei der Digitalen Transformation ist die Machine-to-Machine (M2M)-Kommunikation.  M2M ermöglicht die vollautomatisierte Datenübertragung zwischen verschiedenen Geräten und Systemen, ohne dass dabei ein Mensch eingreifen muss. Diese Technik, die auf den mobilen Datenübertragungsstandards von GSM bis LTE basiert, ist heute zunehmend im Einsatz.

Eine Weiterentwicklung der M2M-Kommunikation stellt NarrowBand IoT (NB-IoT) dar. Dieses Netzwerk nutzt ein eigens lizenziertes Funkspektrum und basiert auf den Standards von 3GPP, einer internationalen Datenfunk-Initiative. In vielen IoT-Anwendungsszenarien müssen keine umfangreichen Multimedia-Dateien gesendet werden, sondern beispielsweise lediglich einige Messwerte eines Sensors. Dafür bietetNB-IoT eine hohe Abdeckung in der Fläche und eine deutlich bessere, robustere Verbindungsqualität in Häusern und Werkshallen, während es anders als beispielsweise LTE nur wenige Kilobit pro Sekunde überträgt.

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Dadurch kann die Sendeleistung reduziert werden, wodurch beispielsweise eine Ausstattung von zwei AA-Batterien das Funkmodul bis zu zehn Jahre mit Energie versorgen kann. Die Kosten für Funkmodul und Datenübertragung fallen damit niedriger aus als etwa im bisher genutzten GSM-Netz.

Genau diese technische Entwicklung ermöglicht es, dass Milliarden Geräte jetzt schon miteinander kommunizieren und in Zukunft sich die Anzahl multiplizieren wird. 

Zwei Beispiele für Digitale Transformation

Ein Paradebeispiel für die negativen Seiten der digitalen Transformation liefert Eastman Kodak. Der Fotokonzern wurde 1892 gegründet. 105 Jahre später, im Jahr 1997, erreichte das Unternehmen seinen höchsten Börsenwert – in etwa zu Beginn des Internet-Booms. Die nächsten 15 Jahre waren geprägt von einem massiven Niedergang.

Im Film- und Foto-Museum von Rochester, wo die Konzernzentrale beheimatet war, sind auf einer Zeitleiste die wichtigsten Entwicklungen dokumentiert. Für 2012 enthält sie vier Einträge, die Bände sprechen:
  • Instagram: mehr als 1 Milliarde Fotos;
  • Flickr: mehr als 6 Milliarden Fotos;
  • Facebook: mehr als 500 Milliarden Fotos;
  • Eastman Kodak stellt Konkursantrag.

„Sie drücken den Knopf, wir machen den Rest“, so lautete einst der Claim von Eastman Kodak. Doch in Zeiten von Internet, Digitalkameras und Smartphones ersetzten Social-Media-Plattformen weitgehend das gedruckte Foto – eine mehr als 100-jährige Erfolgsgeschichte wurde in wenigen Jahren zerstört.

Nicht etwa mangels technischer Expertise – 1978 hatte sich Kodak die erste digitale Kamera patentieren lassen und danach Unsummen an Lizenzkosten kassiert, die eine intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeit stützten. Die Angst, das umsatzstarke Geschäft mit analogem Filmmaterial durch Digitaltechnik zu kannibalisieren, verhinderte zusammen mit der lange Zeit erfolgreichen Strategie, Produkte erst auf den Markt zu bringen, die annähernd perfekt sind, die nötige schnelle Anpassung an den Markt. Das Ende war unausweichlich.

Microsoft hingegen ist ein Beispiel, wie man die Wende noch rechtzeitig schaffen kann. Der Softwarekonzern hielt lange Zeit am PC-Betriebssystem und dem Verkauf von Software-Datenträgern fest, während Apple und andere bereits Plattform-Ökonomie und Cloud Computing praktizierten.

Dabei hätte Microsoft mit seiner weitverbreiteten Office-Software den Trend anführen können. Erst mit dem aktuellen Microsoft-CEO Satya Nadella hat ein Umdenken eingesetzt. Statt weiterhin sinnlose Kreuzzüge gegen konkurrierende Betriebssysteme wie Linux und Android zu führen, werden diese heute mit plattformübergreifenden Entwicklungswerkzeugen „umarmt“.

Installations-DVDs werden durch online verkaufte Office-365-Lizenzen abgelöst, und mit der Plattform Microsoft Azure sowie den zugehörigen Analyse-Anwendungen, die beispielsweise Big Data und Machine Learning abdecken, hat Microsoft sich im Cloud Computing etabliert. Durch die Integration von Webservices in Desktop- und Server-Betriebssystemen sowie -anwendungen sorgt Microsoft zudem dafür, dass der versprochene Kundennutzen – Zugriff auf alle Daten, jederzeit und überall – Realität wird.

Fazit Digitale Transformation

Erst wenn neue Services für Endkunden, neue Wertschöpfungsketten in Produktion und Vertrieb und letztendlich neue Geschäftsmodelle basierend auf diesen Möglichkeiten geschaffen werden, kann man von Digitaler Transformation sprechen. 

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