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Als technische Grundlage ist Blockchain spätestens seit dem Hype um die digitale Währung Bitcoin in aller Munde. Die Technologie steht für sichere und transparente Datenübertragung, weshalb es vor allem für IoT-Anwendungen von großer Relevanz sein wird.

Die Garage, die anruft, um uns mitzuteilen, dass sie nicht zugesperrt ist oder die Waschmaschine, die selbstständig und rechtzeitig Waschmittel nachbestellt: Das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) wird zunehmend Teil unseres Alltags – und ist es bereits. Smartphones, Tablets und Smartwatches verbinden sich schon jetzt miteinander, damit der User jederzeit auf Kontakte, den Kalender oder Fotos zugreifen kann.

Blockchain als sichere Basis für Datensätze

Vereinfacht ausgedrückt ist Blockchain eine dezentrale Datenbank, in der Datensätze, Ergebnisse oder Transaktionen in Blöcken (= Blocks) zusammengefasst sind und über eine kryptographische Signatur zu einer Datenkette (= Chain) verknüpft werden. Einer der Sicherheitsaspekte ist, dass Datensätze hinzugefügt, nicht aber entfernt oder geändert werden können – das garantiert Beständigkeit. Zudem sind die Daten transparent, da das System ein öffentliches Netzwerk für die Sicherheitsüberprüfung und Überwachung verwendet.

Würde ein Datensatz verändert werden, ginge das nicht, ohne die gesamte Kette zu verändern. Jeder Hacker-Angriff würde dadurch früher oder später erkannt werden. Die Kette der Datensätze lässt sich zwar detailliert nachvollziehen, nur die handelnden Personen hinter ihnen sind nicht für jedermann ersichtlich. Durch die automatische Synchronisation der Datenbank auf verschiedenen dezentralen und unabhängigen Servern wird sichergestellt, dass jeder Teilnehmer dieses Systems zum selben Zeitpunkt auf dieselben Informationen zugreifen kann. Genau diese Aspekte – (Manipulations-)Sicherheit und Transparenz –, die Blockchain gewährleistet, sind entscheidend für einen systematischen Übergang ins Internet der Dinge.

Die Bedeutung der Blockchain für IoT

IoT verbindet Gegenstände mit dem Internet, wodurch sie automatisch agieren. Laut einer Prognose von Statista werden bis zum Jahr 2020 rund 20,4 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sein. Vor allem in den Bereichen Smart Cities, Smart Homes oder Connected Selfs werden „Dinge“ schneller, einfacher und leistungsfähiger. Das Ziel ist die Qualität der Interaktion von Mensch und Maschine oder auch von Maschinen untereinander zu verbessern.

Neben Datensätzen, Ereignissen und Transaktionen erleichtert die Blockchain auch die sichere Kommunikation zwischen Geräten – z.B. durch die Unterstützung von 5G-Netzwerken. Aufgrund der enorm zunehmenden Anzahl von IoT-Geräten wird die Verwaltung des Netzwerkverkehrs über traditionelle Server- oder Client-Modelle untragbar. Laut IBM könnte der Einsatz der Blockchain im IoT-Bereich folgendermaßen aussehen: „Sobald die Produktion eines Geräts abgeschlossen ist, wird dieses vom Hersteller in der Blockchain angemeldet. Einmal angemeldet, bleibt das Produkt über seine gesamte Lebensdauer eine individuelle Einheit innerhalb der Blockchain. Die Blockchain dient dabei als vertrauenswürdige Produktdatenbank, in der Produktinformationen, Historie und Änderungen am Produkt, Garantiedetails etc. festgehalten werden.“

Erweiterte Möglichkeiten durch Blockchain und IoT

Durch die Blockchain kann das vernetzte Gerät zudem nicht nur mit anderen Geräten kommunizieren und Daten austauschen, sondern sich über Smart Contracts auch mit diesen koordinieren und sogar finanzielle Transaktionen durchführen, wie ein Dossier des BMVIT zeigt. Vernetzte Maschinen könnten so z.B. selbstständig Produktionsmaterialien, Ersatzteile, Reparatur- und Wartungsarbeiten etc. anfordern. Durch die Blockchain könnten also IoT-Komponenten nicht nur Daten sondern beispielsweise auch Bandbreite, Rechenleistung oder Energie teilen und zuverlässige und verteilte Handelsplätze bilden, in denen Objekte, die sich nicht notwendigerweise vertrauen müssen, handeln und kooperieren können. Es könnten durch diesen Handel in Echtzeit liquide Märkte entstehen, in denen Angebot und Nachfrage mit erhöhter Transparenz und Autonomie koordiniert werden.

Fazit: Blockchain und IoT

Nahezu täglich entstehen neue Ideen für IoT-Anwendungen, man spricht gar von der vierten Revolution. Bis 2020 werden schätzungsweise rund 20,4 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sein – was sich auch bezahlt machen wird: Laut einer Untersuchung von Cisco wird der Einsatz des IoT bis 2020 weltweit 19 Billiarden Dollar an zusätzlicher Wertschöpfung generieren. Damit diese Prognosen auch eintreten können, sind sich Entscheidungsträger der Gewährleistung von Sicherheit bewusst, wobei die Blockchain ins Spiel kommt. Wenn auch nicht das Allheilmittel für alle IoT-Herausforderungen, bietet diese neue Technologie Transparenz und Sicherheit für die Nutzung von Daten und Transaktionen. Das somit geschaffene Vertrauen in die Anwendungen wird unbezahlbar sein.

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