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Österreich sieht sich beim Umweltschutz gerne als internationaler Vorreiter. Beim Klimaschutz hält dieses Bild einem Faktencheck nicht stand. Im Gegenteil: Laut Klimaschutzindex 2017, der die Umsetzung der Ziele zur Emissionsvermeidung misst, rangiert die Alpenrepublik auf Platz 41. Weit hinter wirtschaftlich viel schwächeren Ländern wie Bulgarien, Ungarn oder Marokko und Ägypten.

Doch jeder einzelne von uns kann den Treibgasausstoß verringern. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, wie Sie mit 9 einfachen Maßnahmen den CO2-Footprint Ihres Unternehmens reduzieren.

Beim UN-Klimagipfel in Marrakesch trafen sich Mitte November Vertreter von 190 Staaten, um über die Umsetzung des Pariser Klimaschutzvertrages zu beraten. Dabei wurde wieder einmal eine Schwäche Österreichs zu Tage befördert. Zwar konnte sich Österreich im erwähnten Klimaschutzindex 2017 um 4 Plätze verbessern. Der 41. von 61 Plätzen für ein wirtschaftlich so reiches Land wie Österreich ist allerdings mehr als blamabel. Die Regierung tätigt auch keinerlei ernsthafte Anstrengungen, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Laut Greenpeace ist der Emissions-Ausstoß auf dem gleichen Stand wie im Jahr 1990.

Österreich ist „Fossil des Tages“

Diese katastrophale Bilanz sowie das Fehlen einer Zusage für die internationale Klimafinanzierung haben Greenpeace dazu veranlasst, Österreich im Rahmen der Klimakonferenz mit dem Preis Fossil des Tages in „Silber“ auszuzeichnen. Die „goldene“ Version dieses Negativpreises holte sich übrigens Australien.

Mit 9 einfachen Maßnahmen zum kleineren CO2-Fußabdruck

Nun liegt es nicht bloß an der österreichischen Bundesregierung, den CO2-Ausstoß unseres Landes zu reduzieren. Jeder einzelne und auch Unternehmen können einfache Maßnahmen setzen, um den eigenen CO2-Footprint zu reduzieren. Diese 9 Maßnahmen können Sie schnell und ohne hohe Kosten in Ihrem Unternehmen umsetzen.

1) Stromanbieter wechseln

Ein Großteil der in Österreich erzeugten elektrischen Energie stammt aus erneuerbaren Quellen. Wenn Sie einen Ökostromanbieter wählen, der zu 100 Prozent „grünen“ Strom aus Biomasse, Sonne oder Wasserkraft bietet, können Sie Ihren CO2-Footprint erheblich reduzieren. Da der Begriff „grüner Strom“ nicht geschützt ist, sollten Sie aber darauf achten, einen seriösen Anbieter zu wählen. Dieser Check von Greenpeace hilft Ihnen dabei. Die Umweltorganisation empfiehlt Unternehmen weitere Schritte, um schnell und günstig zu Ökostrom zu kommen. Übrigens: Ökostrom muss nicht zwingend teurer sein.

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2) „Grüne“ Lieferanten und Dienstleister wählen

Es gibt immer mehr Unternehmen, die CO2-neutrale Produkte oder Dienstleistungen anbieten bzw. die als ganzes CO2-neutral agieren. So agiert etwa T-Mobile Austria als komplettes Unternehmen seit Anfang 2015 CO2-neutral und ließ sich dies vom TÜV Austria zertifizieren. Die Österreichische Post AG stellt CO2-neutral zu. Und selbst Lebensmitteldiskonter wie etwa Hofer arbeiten schon CO2-neutral. Wenn Sie bei der Auswahl von Dienstleistern oder Lieferanten auf deren CO2-Bilanz achten, können Sie Ihren CO2-Footprint ebenfalls reduzieren.

3) Flexibles und mobiles Arbeiten ermöglichen

Wenn Sie Ihren Mitarbeitern mehr Möglichkeiten geben, von zuhause aus oder mobil zu arbeiten, dann benötigen Sie auch weniger Bürofläche. Microsoft Österreich hat etwa so ein Drittel seiner gesamten Bürofläche einsparen können. Kleinere Standorte benötigen weniger Strom und Wärmeenergie. Ein Teil davon fällt zwar dann wieder bei den Mitarbeitern zuhause oder an ihrer mobilen Arbeitsstätte an. Aber die Energie, die Ihre Mitarbeiter verbrauchen, um zur Arbeit und auch wieder nach Hause zu gelangen, können Sie damit auf jeden Fall einsparen.

4) Animieren Sie Ihre Mitarbieter zum Radfahren

Mithilfe der Initiative „Radelt zur Arbeit“ können Sie Ihren Mitarbeitern Lust auf den Drahtesel machen. Die über 2.200 Firmen mit ihren insgesamt knapp 21.500 Mitarbeitern konnten im Jahr 2016 fast 700.000 Kilogramm CO2 einsparen, indem sie das Rad als Verkehrsmittel zum Pendeln wählten. Welches Einsparungspotenzial in Ihrem Betrieb schlummert, können Sie mit dem CO2-Rechner von „Radelt zur Arbeit“ ermitteln.

5) Nutzen Sie Videokonferenzen

Von Angesicht zu Angesicht zu verhandeln, ist auch im Geschäftsleben noch immer die beste Lösung, sich auszutauschen. Videokonferenzen können das nicht ersetzen - aber sie bieten ein nahezu ähnliches persönliches Erlebnis. Videokonferenzen sind mittlerweile sehr einfach und günstig durchzuführen. Dafür stehen Tools wie Google Hangouts oder auch Skype for Business zur Verfügung, die auch den Anforderungen des Geschäftslebens entsprechen. T-Mobile Austria bietet Konferenzlösungen für jegliche Ansprüche an. Damit können Sie nicht nur CO2, sondern auch viel Geld sparen. Wie viel können Sie mithilfe dieses Rechners ganz konkret ausrechnen.

6) Machen Sie Ihre Veranstaltungen zu „Green Events“

Egal ob Firmenfeier, Kundenevent oder Business-Meeting. Veranstaltungen jeglicher Art benötigen immer sehr viele Ressourcen. Mit einem ausgeklügelten Konzept das etwa Abfallvermeidung, Energieeffizenz und die umweltschonende An- und Abreise der Gäste umfasst, können Sie aus Ihrer Veranstaltung einen „Green Event“ oder ein „Green Meeting“ machen der das Österreichische Umweltzeichen trägt. Lizenzierte Beratungsunternehmen helfen Ihnen dabei, ein solches Konzept zu erstellen und umzusetzen.

7) Nutzen Sie CO2-neutrale Verbrauchsmaterialien bzw. Geräte

Für viele Verbrauchsmaterialien, wie etwa Büropapier, gibt es CO2-freie Alternativen. Auch beim Einkauf Ihrer Büroausstattung können Sie auf den CO2-Fußabdruck der Geräte achten. Das Fairphone etwa wird nicht nur unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt und ist durch seine Modulbauweise besonders langlebig. Deren Produktion verursacht auch weniger CO2 als vergleichbare Smartphones.

8) Vermeiden Sie Papierabfall

Das papierlose Büro ist zwar immer noch ein Mythos. Allerdings können Sie mit ein paar einfachen Maßnahmen den Papierverbrauch deutlich reduzieren.  Der Zusatz „Think before you Print“ in Ihrer E-Mail-Signatur könnte den einen oder anderen Empfänger Ihrer Nachricht dazu bewegen, das Dokument eben nicht wie gewohnt auszudrucken. Anstatt gedruckte Rechnungen zu versenden, können Sie Ihren Kunden anbieten, diese elektronisch zu erhalten. Oder aber: Sie stellen die Drucker in Ihren Unternehmen in einen Raum, zu dem möglichst viele Mitarbeiter einen besonders weiten Weg haben.

9) Hinterfragen Sie liebgewonnene Rituale

Nehmen Sie Ihren eigenen Lebens- und Arbeitsstil unter die Lupe. Mit einem CO2-Rechner, erhalten Sie einen Eindruck, welche Faktoren den eigenen CO2-Fußabdruck beeinflussen. Daraus ergeben sich auch individuelle Handlungsanleitungen, wie Sie diesen, etwa durch Ihr Einkaufsverhalten reduzieren können.

Fazit: CO2-Footprint reduzieren

Würden alle Weltbürger so viel Ressourcen verbrauchen wie ein Durchschnittsösterreicher, wären drei Planeten von der Qualität der Erde notwendig. Gerade wir als Einwohner eines der reichsten Länder dieser Erde müssen aufhören, über unsere Verhältnisse zu leben. Dass insbesondere die österreichische Bundesregierung hier säumig ist, hat sich anlässlich der Klimakonferenz in Marrakesch gezeigt. Doch Klimaschutz geht jeden etwas an und jeder kann auch dafür etwas tun. Mit dem Abarbeiten dieser 9 Schritte umfassenden Liste, die keinen Anspruch an Vollständigkeit erhebt, kann jeder Betrieb seinen CO2-Footprint schnell und einfach reduzieren. In vielen Fällen geht das gar mit einer Kostenreduzierung einher.

Leitfaden CO2 Neutralität

 

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