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Datensicherung: So funktionieren Backup-Lösungen

Autor Veronika Schindelar am 10.2.2016

In IT Sicherheit

Plötzlich ist das Notebook kaputt und erwacht nicht mehr zum Leben. Tage der Arbeit und wichtige Kundendaten sind einfach weg. Und das ausgerechnet vor einer wichtigen Besprechung. Hätten Sie doch ein Backup gemacht! In diesem Fall sind „nur“ die Daten eines einzelnen Notebooks verloren gegangen.

Schadprogramme, Brand oder etwa Diebstahl können zu noch weit größeren Datenverlusten führen. Wir zeigen Ihnen daher in diesem Beitrag, welche Möglichkeiten der Datensicherung Ihnen zur Verfügung stehen und was Sie in Hinblick auf die Wiederherstellung der Daten beachten sollten.

Einfache und effiziente Datensicherung mit cloudbasierten Backup-Lösungen

Eine wartungsfreie und zudem kostengünstige Möglichkeit zur Datensicherung stellen cloudbasierte Backup-Lösungen dar. Voraussetzung für diese Form der Datensicherung ist eine stabile Internetverbindung.

So funktioniert es: Sowohl auf Ihrem Server wie auch den einzelnen Arbeitsgeräten Ihrer Mitarbeiter wird eine Software installiert, die sämtliche Daten automatisch und verschlüsselt an das Rechenzentrum Ihres Providers sendet. Dort werden die Daten komprimiert und verschlüsselt abgelegt. Die Entschlüsselung der Daten können nur Sie selbst oder Ihr Mitarbeiter mit einem Passwort vornehmen. Wurde also beispielsweise einem Mitarbeiter der Laptop gestohlen, dann kann dieser seine gesamten Daten mit seinem Passwort über die lokal gespeicherte Software wiederherstellen.

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Die Cloud Sicherheit hängt vom Anbieter ab. Auf was Sie bei der Auswahl eines Providers in Bezug auf die Sicherheit achten sollten, können Sie in unserem Beitrag zum Thema Cloud-Sicherheit nachlesen.

Die Vorteile der Datensicherung in der Cloud

Cloudbasierte Lösungen zur Datensicherung, wie etwa MozyPro (Backup-Lösungen für kleinere Unternehmen, die Version für Großunternehmen heißt MozyEnterprise), bieten Ihnen viele Vorteile:

  • Kostenreduktion: Bei einer Datensicherung in der Cloud entfallen die Kosten für Bereitstellung und Betreuung von Speichersystemen und -medien (Server, Festplatten etc.) im eigenen Unternehmen. Sie zahlen lediglich für den Speicherplatz und die damit verbundenen Dienste. Die Preisstaffel von MozyPro beginnt bei monatlichen Kosten von € 7,99 für 10 GB.
  • Einfache Inbetriebnahme und Bedienung: MozyPro wird über einen eigenen, leicht zu nutzenden Client bedient, der für Windows- und Apple-PCs sowie Server zu Verfügung gestellt wird. Er wird nach Ende des Bestellvorgangs heruntergeladen und initiiert das erste Backup.
  • Praktischer Data Shuttle-Service: Falls Sie bei der Datensicherung mehr als 100 GB online sichern und die beim ersten Backup langwierige Übertragung via Internet vermeiden wollen, bietet Mozy ein Data Shuttle-Service mit Übernachtversand an. Bei weiteren Backups stellt das System sicher, dass nur die veränderten Dateien aktualisiert werden. Das spart Bandbreite und Kosten.
  • Vielzahl an Daten: MozyPro schützt Daten auf Desktop-PCs, Laptops und betriebsnotwendige Daten auf Servern, einschließlich SQL-, Exchange-, Linux- und Dateiservern. Bei dieser Form der Datensicherung lassen sich auch Netzlaufwerke und zugeordnete Laufwerke sichern.
  • Flexibler Backup-Plan: MozyPro erlaubt Ihnen, die Online-Backups täglich, wöchentlich oder monatlich laufen zu lassen. Die Backup-Lösung bietet automatischen Backup-Schutz mit der Option, Ihre Backups durchgehend über den Tag verteilt einzuplanen.
  • Mobile Datensynchronisation: Sie können Ihre Daten von unterwegs aus in Ihrem Dateisynchronisationsordner speichern. Sie werden automatisch zwischen all Ihren Geräten synchronisiert. Somit können Sie die Arbeit überall erledigen.
  • Bequeme Wiederherstellung: Sie können Ihre Dateien mit einem Rechtsklick in der MozyPro Client Software wiederherstellen oder beim Anbieter eine DVD mit Ihren Daten bestellen. Mit der Unterstützung des Wiederherstellungsmanagers konsolidieren und transferieren Sie zusätzlich Dateien ganz einfach von Mozy auf den Zielcomputer.
  • Militärtaugliche Sicherheit: Die Daten werden in dem Moment verschlüsselt, in dem Sie sie für das Backup auswählen. Während der Übertragung sind die Daten über eine SSL-verschlüsselte Verbindung gesichert. Beim Verbleib in den Mozy-Datenzentren sind die Daten ebenfalls verschlüsselt.
  • Wehrmutstropfen: Das US-Unternehmen gibt den Speicherplatz für heimische Daten mit Europa an, ohne den genauen Standort zu verraten.

Inhouse-Backup-Lösungen zur Datensicherung

Eine Einheitslösung für die Datensicherung im Unternehmen gibt es weder für komplexe IT-Systeme noch für mittlere und kleine Netzwerke. Der benötigte Funktionsumfang Ihrer Backup-Lösung ist von der generellen IT-Infrastruktur Ihres Unternehmens und der Art der einzelnen Applikationen (Anwendungen) abhängig.

Welche Speichermedien und Software-Lösungen Ihnen für die Datensicherung zur Verfügung stehen, haben wir nachfolgend überblicksmäßig für Sie zusammengefasst.

Speichermedien für die Datensicherung

Grundsätzlich hängt die Entscheidung für ein Backup-Medium von der zu sichernden Datenmenge und der geplanten Speicherdauer ab. Sämtliche Backup-Datenträger sollten an einem sicheren Ort – außerhalb der Büroräumlichkeiten - kühl und trocken aufbewahrt werden.

  • Optische Datenträger wie CD, DVD oder Blue Ray sind für die Datensicherung im Bereich von 540 Megabyte bis 128 Gigabyte geeignet. Kratzer, Sonneneinstrahlung und Korrosion können die Daten beschädigen. Bei entsprechender Aufbewahrung gilt eine Lebensdauer von 10 bis 30 Jahren als realistisch.
  • USB Sticks verschleißen in erster Linie durch das häufige Beschreiben der Speicherzellen. Wenn Sie den Stick daher lediglich für die Archivierung nutzen, ist eine lange Lebensdauer garantiert. USB-Sticks mit Speicherkapazitäten bis zu 1 Terabyte sind bereits im Handel erhältlich.
  • HDD-Festplatten (Hard Disk Drive) sind derzeit in Speicherkapazitäten bis zu 6 Terabyte erhältlich, kostengünstig und verfügen über eine hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Sie reagieren jedoch empfindlich auf Luftdruckveränderungen und Erschütterungen – achten Sie daher auf eine entsprechende Lagerung. Die Lebensdauer liegt bei durchschnittlich 5 Jahren. Festplatten, die ausschließlich als Backup-Medium eingesetzt werden, haben eine Haltbarkeit von etwa 10 Jahren.
  • SSD-Festplatten (Solid State Drive) sind die derzeit schnellsten verfügbaren Massenspeicher. Aufgrund des Fehlens mechanischer Komponenten sind sie unempfindlich gegen Erschütterungen und arbeiten vollkommen geräuschlos. Für die Datensicherung sind SSDs daher sehr gut geeignet, der Aufwand für die Rekonstruktion der Daten nach einem Notfall ist jedoch um ein Vielfaches höher als bei HDDs. Die maximale Speicherkapazität liegt bei etwa 2 Terabyte. Je nach Anzahl der Schreib- und Lesezyklen kann man von einer Lebensdauer zwischen etwa 5 und 10 Jahren ausgehen.
  • SSHD-Festplatten (Solid State Hybrid Drive) vereinen die Vorteile der beiden vorgenannten, Geschwindigkeit, Speicherkapazität, Lebensdauer und Preis finden sich jeweils im Mittelfeld.
  • Magnetbänder sind unempfindlich gegen Stöße, reagieren aber auf Staub, Temperatur und Feuchtigkeit. Mit einer Speicherkapazität von bis zu 185 Terabyte sowie einer Lebensdauer von mindestens 30 Jahren sind sie für die langfristige Datensicherung bestens geeignet. Die Anschaffungskosten sind jedoch hoch.
  • Netzwerkspeicher (Dateiserver), auch Network Attached Storage (NAS) genannt, sind robuste Festplatten im Netzwerk, die für die automatische Datensicherung großer Datenmengen geeignet sind. Netzwerkspeicher erlauben den gleichzeitigen Zugriff mehrerer Personen. Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu Magnetbändern geringer.

Sicherungssoftware für komplexe Backup-Lösungen

Ab einer bestimmten Datenmenge ist es sinnvoll, eine geeignete Sicherungssoftware einzusetzen, die Datensicherungen automatisch durchführt und Zusatzapplikationen bietet. Diese Möglichkeiten stehen Ihnen grundsätzlich zur Verfügung:

  • Im Handel erhältliche kostenpflichtige Sicherungssoftware-Lösungen, wie etwa Symantec, bieten umfangreichen Support, sind einfach zu bedienen und auch für Spezialfälle (z.B. Sichern von Datenbanken oder Mailserver)
  • Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Open Source Programmen sowie freie Versionen kostenpflichtiger Backup-Software, die allerdings nur bedingt für die professionelle Datensicherung in einem Unternehmen geeignet sind.
  • Für kleine Unternehmen im Soho-Bereich (Small Office, Home Office) ist die Windows-Backup-Lösung eine einfache und überdies kostenlose Möglichkeit zur Datensicherung.

Datenwiederherstellung

Viele Unternehmen investieren viel Zeit und Energie in die Datensicherung, schenken aber der Wiederherstellung der gesicherten Daten (Restore) zu wenig Aufmerksamkeit. Im Ernstfall sind dann plötzlich Festplatten defekt oder Daten können nach der Wiederherstellung nicht mehr gelesen werden. So können Sie verhindern, dass es dazu kommt:

  • Wiederherstellung proben: Sie sollten regelmäßig das Wiederherstellen der Daten testen, um sicherzustellen, dass die Speichermedien intakt sind, Backups korrekt durchgeführt werden und die Unternehmensdaten nach der Wiederherstellung problemlos lesbar sind.
  • Notfallplan: Im Ernstfall müssen Sie schnell reagieren können. Arbeiten Sie daher unbedingt einen Notfallplan aus, der genau regelt wer in Ihrem Unternehmen exakt welche Maßnahmen ergreift um Daten wieder herzustellen. Auch sollten Szenarien routinemäßig durchgespielt werden, um auftretende Schwierigkeiten bereits im Vorfeld zu entschärfen.

Conclusio Datensicherung

Grundsätzlich müssen Sie bei der Datensicherung entscheiden, ob Sie Ihre Daten in der Cloud oder Inhouse sichern. Die Sicherung in der Cloud hat viele Vorteile, allerdings müssen Sie achten wo Ihre Daten gespeichert werden. Bei der Inhouse Datensicherung stehen Ihnen viele unterschiedliche Speichermedien zur Verfügung. Sie sollten aber eine professionelle Sicherungssoftware verwenden. Absolut sicher, können sind Sie erst dann sein, wenn Sie die Wiederherstellung immer wieder proben. Am besten Sie haben einen Notfallplan für die Wiederherstellung von Daten.

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